In Nordkorea sind Themen rund um Sexualität und Beziehungen tabuisiert und stark reguliert. Die Regierung ist der Überzeugung, dass Sexualität nur unter Berücksichtigung der „sozialistischen Moral“ und des staatlichen Ideals gelebt werden darf.
Trotz dieser strengen Kontrollen gibt es immer wieder Berichte von Überläufern, die interessante und teilweise schockierende Aspekte des Liebeslebens in diesem isolierten Land preisgeben.
Hier sind zehn faszinierende und unerwartete Fakten über Sexualität in Nordkorea
Eine der ersten überraschenden Erkenntnisse ist, dass im nordkoreanischen Bildungssystem Sexualerziehung gänzlich fehlt. Kinder und Jugendliche müssen Informationen über Sexualität eigenständig durch soziale Kontakte oder eigene Erfahrungen erwerben, da eine formale Aufklärung nicht existiert.

Diese Lücke im Bildungssystem führt zu teils gefährlichem Unverständnis und Unsicherheit im Umgang mit Sexualität. Darüber hinaus ist die Eheschließung in Nordkorea nicht einfach eine private Angelegenheit.
Potenzielle Paare müssen sich die Zustimmung der Regierung einholen
Besonders für Beamte und Mitglieder der regierenden Partei sind strenge Prüfungen und Genehmigungen erforderlich, bevor sie den Bund fürs Leben schließen dürfen.

Ein weiterer kritischer Punkt ist das Vorhandensein von Prostituierten, die durch eine ominöse „Unterhaltungsabteilung“ der Regierung kontrolliert werden. Diese junge Frauen, oft schon in der Jugend ausgewählt, erhalten eine Ausbildung in Gesang und Tanz, bevor sie als Unterhaltung für hochrangige Parteimitglieder und Militärs eingesetzt werden.
In der Öffentlichkeit ist es den Menschen in Nordkorea nicht gestattet, Zuneigung zu zeigen

Diese strengen gesellschaftlichen Normen diktieren, wie Menschen ihre zwischenmenschlichen Beziehungen ausdrücken dürfen. Während es keine spezifischen rechtlichen Strafen dafür gibt, leugnet der Staat die Existenz von LGBTQ+-Personen.
Homosexualität ist ein weiteres heikles Thema
Diese werden als anormal und fremd wahrgenommen, was zu einem tiefgreifenden Stigma führt und oft in der Verhaftung dieser Menschen resultiert, die gezwungen werden, ihre sexuelle Orientierung zu verbergen.
Obwohl der Staat die Keuschheit vor der Ehe propagiert, ist vorehelicher Sex unter Jugendlichen ein weit verbreitetes Phänomen. Verheimlichte Schwangerschaften sind jedoch ein großes gesellschaftliches Problem; Frauen, die schwanger werden, ohne verheiratet zu sein, sehen sich oft Verurteilungen und Strafen ausgesetzt.
Ein weiterer verborgener Aspekt ist die illegale Verbreitung von Pornografie
Während der Besitz von pornografischem Material ein schweres Verbrechen darstellt, gibt es dennoch einen florierenden Schwarzmarkt, der aus China und Südkorea geschmuggelte Inhalte vertreibt.
Dies geschieht vornehmlich über USB-Sticks oder DVDs und zeigt die Diskrepanz zwischen staatlicher Kontrolle und den Wünschen der Menschen.
Berichten zufolge sind Vergewaltigungen ebenfalls ein unzureichend thematisiertes Problem
Frauen, insbesondere in Arbeitslagern, werden häufig Opfer sexueller Übergriffe, können sich jedoch oft nicht an die Polizei wenden, da das Justizsystem sie nicht schützt. Verhütungsmittel sind in Nordkorea nicht weit verbreitet, und der Staat hat wenig Interesse daran, Frauen über Geburtenkontrolle aufzuklären.
Abtreibungen sind theoretisch verboten, doch in der Praxis sehen sich Frauen, die ungewollt schwanger werden, oft gezwungen, illegale Abtreibungen vornehmen zu lassen.
Schließlich finden entlang der chinesischen Grenze Berichte über Frauenhandel statt
Einige nordkoreanische Frauen werden gegen ihren Willen über die Grenze geschmuggelt und als „Bräute“ an chinesische Männer verkauft. Diese gefährlichen Situationen führen dazu, dass viele dieser Frauen zur Prostitution oder Zwangsarbeit gezwungen werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sexualität in Nordkorea ein höchst reguliertes und tabuisiertes Thema ist. Die Informationen stammen größtenteils von Überläufern und Aufdeckern, die sich mit den realen Bedingungen im Land auseinandersetzen.
Die Freiheit, über Sexualität zu sprechen und diese auszuleben, ist innerhalb der strengen Vorgaben der nordkoreanischen Gesellschaft kaum möglich

