Bangkok — Die Prognosen zeigen für Thailand im Jahr 2025 einen stabilen Wachstumsausblick, trotz sinkender Zinssätze und globaler Unsicherheiten. Nach der jüngsten Zinssenkung der Bank von Thailand haben Ökonomen ihre Prognosen für das BIP-Wachstum im Land beibehalten und erwarten weitere Zinssenkungen, um die stagnierende Wirtschaft zu beleben.
In einer Stellungnahme von BofA Securities, geleitet von Pipat Luengnaruemitchai, wird betont, dass die Zinssenkung der Geldpolitikskommission (MPC) früher kam als ursprünglich erwartet, was darauf hindeutet, dass die Zentralbank sich stärker um die Wachstumsprognosen Thailands sorgt. Sie weisen darauf hin, dass die MPC bei dieser Zinssenkung nicht wie im Oktober 2024 einen „neutralen Standpunkt“ erwähnte, was die Möglichkeit weiterer Senkungen offen lässt.
Mit Blick auf die aktuelle Lage zeigen die Wirtschaftsprognosen, dass das Wachstum in Thailand voraussichtlich schwächer ausfallen wird als zuvor angenommen, insbesondere aufgrund der Risiken, die sich aus der Handelspolitik der USA ergeben. Besonders in der Fertigungsindustrie, insbesondere in den Bereichen Automobil, Petrochemie und Bauwesen, gibt es strukturelle Probleme und steigenden Wettbewerbsdruck.
BofA Securities hält an der Erwartung fest, dass es in diesem Jahr drei Zinssenkungen geben wird, was bedeutet, dass im Jahr 2025 noch zwei weitere Rückgänge zu erwarten sind.
Während BMI, ein Forschungsinstitut der in Großbritannien ansässigen Fitch Solutions Group, die Wachstumsprognose für Thailand bei 3 % belässt, wird darauf hingewiesen, dass geopolitische Unsicherheiten ein Risiko darstellen könnten. Thailand hat einen beträchtlichen Handelsüberschuss mit den USA und steht demnach unter dem Druck, wenn sich die Handelspolitik der US-Administration negativ auf die Exportnachfrage auswirkt.
Die Marktanalysen zeigen, dass das Wachstum hinter den Schätzungen der Zentralbank zurückbleibt und ein weiteres Absenken des Zinssatzes wahrscheinlich wird, wobei BMI eine Reduzierung des politischen Zinssatzes um 50 Basispunkte bis Ende 2025 prognostiziert.
Diese Maßnahmen würden nicht nur die Investitionstätigkeit unterstützen, sondern auch den Haushalt der Bevölkerung entlasten.
Die in Kuala Lumpur ansässige Maybank verfolgt eine abwartende Haltung und erkennt die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen in diesem Jahr. Ihre Forschungsnotiz besagt, dass die nationale Nachfrage wächst, weshalb sie erwarten, dass die Zentralbank während des restlichen Jahres 2025 die Zinssätze stabil hält und erst 2026 eine Senkung in Betracht zieht.
Thailands wirtschaftliche Lage spielt eine entscheidende Rolle für die Region und könnte sowohl Chancen als auch Herausforderungen darstellen, während sich die globale Wirtschaft weiterentwickelt und verändert.