Phichit, Thailand — Ein unschuldiger Junge, gerade mal neun Jahre alt, musste sterben, weil zwei Teenager eine tödliche Bombe bastelten! „Nong Nai“ spielte ahnungslos in seinem Dorf, als er einen verdächtigen Gegenstand aufhob.
Sekunden später explodierte das Ding in seinen kleinen Händen — und riss ihm das Leben aus dem Leib. Die Explosion war so brutal, dass der Kleine sofort tot war. Ein Albtraum, der die kleine Gemeinde in der Provinz Phichit bis ins Mark erschüttert hat.
Mutter schreit nach Gerechtigkeit
Die Mutter des Jungen, Frau Rasamee, ist ein gebrochener Mensch. „Mein Herz war schon zerstört, als ich meinen Sohn verlor. Aber was die Polizei dann sagte, hat mich endgültig fertiggemacht“, schluchzt sie.
Die Beamten der Polizeiwache Wang Sai Phun hatten die Frechheit, ihr zu sagen, solche Tragödien seien „normal“ und Bombenbau unter Jugendlichen gang und gäbe. Über zehn Tage lang passierte nichts — der Fall dümpelte vor sich hin. Erst als die verzweifelte Familie in den sozialen Medien um Hilfe schrie, kam Bewegung in die Sache.
Polizei mit kalter Schulter
Schockierend: Die Polizei schrieb zunächst in ihren Bericht, die Familie wolle keine Anzeige erstatten — eine glatte Lüge, wie Frau Rasamee empört klarstellt. „Wir wollen Gerechtigkeit für unseren Jungen!“, sagt sie mit Tränen in den Augen.
Erst als der Bezirkschef und ein örtlicher Beamter Druck machten, wachte die Polizei auf. Am 3. April schlug eine Einsatzgruppe unter Generalmajor Thadet Klomklieng endlich zu — und fand sogar eine zweite Bombe in der Nähe des Tatorts, die sicher entschärft wurde.
Teens gestehen die Horror-Tat
Dann der Durchbruch: Eine Stunde nach der Tatort-Untersuchung klickten die Handschellen. Die Täter — Palm (17) und Man (16) — wurden geschnappt. Bei der Vernehmung brachen sie zusammen und gaben alles zu.
Die selbstgebauten Sprengsätze sollten für die Songkran-Feierlichkeiten im April hochgehen — ein kranker Plan, der „Nong Nai“ das Leben kostete. Sie nannten auch vier weitere Jugendliche, die mit drinstecken sollen. Die Polizei jagt jetzt diese Komplizen mit Hochdruck.
Großvater schildert den Horror
Der 74-jährige Boonmee, Großvater des Opfers, wird diesen Tag nie vergessen. „Ich hörte die Explosion und rannte raus. Da lag mein Enkel — tödlich getroffen“, erzählt er mit zitternder Stimme.
Ein anderes Kind konnte gerade noch zurückspringen, doch „Nong Nai“ hatte keine Chance. Die Bombe zerfetzte ihn direkt. „Er war einfach nur neugierig, ein unschuldiges Kind“, sagt seine Mutter. Die Familie ist am Boden zerstört — und fordert Antworten.
Behörden geloben Besserung
Generalmajor Thadet verspricht: „Wir lassen nicht locker, bis alle Verdächtigen gefasst sind!“ Die Behörden arbeiten jetzt mit dem Justizamt zusammen, um der Familie Entschädigung und Hilfe zukommen zu lassen.
Doch für Frau Rasamee bleibt der Schmerz: „Mein Sohn kommt nicht zurück. Wir wollen, dass so etwas nie wieder passiert.“ Die Anwohner trauern — und hoffen, dass die Polizei endlich aufwacht und die Sicherheit im Dorf gewährleistet.