Bangkok — Politischer Aufruhr in Thailand! Während Myanmar nach einem verheerenden Erdbeben mit über 3.000 Toten am Abgrund steht, sitzt Junta-Chef Min Aung Hlaing seelenruhig beim Luxus-Gipfel in Bangkok. Draußen toben die Proteste: „Mörder!“, schreien Demonstranten und hängen Banner auf — „We do not welcome murderer Min Aung Hlaing“. Eine Woche nach dem 7,7‑Magnituden-Beben, das bis zu drei Millionen Menschen traf, kämpfen Überlebende um Essen und Obdach. Doch die Militärführung? Fehlanzeige!
Ein Artikel von Kilian Borchert
Verzweiflung in Sagaing: Volk hungert, Hilfe bleibt aus
In Sagaing, nahe dem Epizentrum, ist die Lage apokalyptisch. 80 Prozent der Gebäude sind Schutt, Hunderte wühlen verzweifelt nach Wasser und Reis. Freiwillige aus ganz Myanmar schleppen Hilfsgüter heran, aber es reicht nicht. „Es ist Chaos, wenn Spender kommen“, erzählt Taxifahrer Hla Myint Po (30), der mit seiner Familie in Zelten haust. Die Menschen schlafen seit Tagen auf der Straße — Angst vor Nachbeben treibt sie um. Wo bleibt die Junta, die das Land seit dem Putsch 2021 in den Würgegriff hält?
Luxus statt Hilfe: Gala-Dinner empört die Welt
Während sein Volk leidet, speiste Min Aung Hlaing am Abend im Nobelhotel Shangri-La — 450 Euro pro Nacht! Und das ist in diesem Hotel noch günstig. Beim BIMSTEC-Gipfel traf er auf Staatschefs wie Indiens Narendra Modi und Thailands Paetongtarn Shinawatra. Roter Teppich statt Rettung — ein Hohn für die Opfer. Die UNO schätzt: Bis zu drei Millionen Menschen könnten betroffen sein. Viele Länder schickten Hilfe, doch vor Ort sieht man kaum Soldaten, die helfen. Stattdessen: Luftangriffe auf Rebellen, trotz angekündigter Waffenruhe!
„Mörder!“: Proteste überschatten den Gipfel
Die Wut kocht über: „Es ist eine Schande, diesen Mann einzuladen“, wettert die Schattenregierung NUG. „Er legitimiert ein illegales Régime“, so ihr Statement. Aktivist Yadanar Maung von Justice for Myanmar nennt es „verwerflich“. Min Aung Hlaing, der 2021 Aung San Suu Kyi stürzte und einen blutigen Bürgerkrieg lostrat, steht unter Sanktionen. Der Internationale Strafgerichtshof will ihn wegen Verbrechen gegen die Rohingya. Doch Thailand rollt den Teppich aus — ein Schlag ins Gesicht für Myanmars Volk.
Der General nutzt den Gipfel für seltene Diplomatie. Seit 2021 war er nur in China, Russland und Belarus willkommen. Nun trifft er regionale Größen — ein Versuch, aus der Isolation zu brechen? Thailand schlägt ein gemeinsames Statement zur Katastrophe vor, doch die Kritik bleibt laut.
Zeltstadt und Nachbeben: Das Leid geht weiter
In Mandalay, der Nachbarstadt von Sagaing, ist aus einem Müllplatz eine Zeltstadt geworden. Zerstörte Häuser, ängstliche Menschen — „Wir brauchen Hilfe“, fleht Hla Myint Po. Die Waffenruhe, von Rebellen und Militär verkündet, wackelt: Kämpfe flackern auf. Die „Quad-Partner“ (Indien, USA, Japan, Australien) begrüßen die Pausen, doch das Vertrauen ist weg. Myanmar, einst Hoffnungsträger, versinkt im Chaos — und sein Diktator feiert im Luxus.