Bangkok — Am 29. März 2025 verkündete das Ministerium für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, dass die verstärkten Maßnahmen zur Bekämpfung von Online-Kriminalität seit Oktober 2024 zu einer Reduzierung der Schäden um über 3 Milliarden Baht geführt haben.
Minister Prasert Jantararuangtong erläuterte die Fortschritte bei der Bekämpfung dieser Bedrohungen und die Erfolge der Kooperationsmaßnahmen. Laut Angaben der Royal Thai Police beliefen sich die finanziellen Verluste durch Online-Kriminalität von Oktober bis Februar auf 11,3 Milliarden Baht.
Dies entspricht einem Rückgang von 3,3 Milliarden Baht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Besonders markant ist der Rückgang der täglichen Verluste im Februar, die im Durchschnitt 65 Millionen Baht betrugen, was einer Reduzierung von 45 % im Vergleich zu den 117 Millionen Baht zu Beginn des Jahres 2024 entspricht.
Minister Prasert bestätigte, dass die zuständigen Behörden viele gezielte Maßnahmen umgesetzt haben, darunter das Einfrieren von sogenannten “Mule-Konten”, das Blockieren von betrügerischen SIM-Karten sowie von Telekommunikationssignalen.
Auch wurden Angebote für Nachnahmezahlungen beim Online-Einkauf eingeführt, um Vertrauen in den E‑Commerce zu stärken.
Die Integration der Bemühungen mit relevanten Behörden zur Überwachung, Untersuchung und Verfolgung von Online-Kriminalität zeigt bereits Wirkung. Durch Aktionen zur Eindämmung von Strom- und Internetsignalen sowie dem Export von Treibstoffen im Grenzgebiet zwischen Thailand und Myanmar konnten die finanziellen Verluste signifikant gesenkt werden.
Prasert teilte zudem mit, dass mit der offiziellen Veröffentlichung einer neuen Verordnung zur Verhinderung technologischer Straftaten in der Royal Gazette, die nächsten Monat erwartet wird, von einer weiteren Reduktion der Schäden durch Online-Kriminalität ausgegangen werden kann.
In einem verwandten Vorgang überwies das Central Investigation Bureau (CIB) gestern 33 Millionen Baht an das Anti-Geldwäsche-Büro (Amlo), um Opfer von Betrügereien durch Call-Center zu entschädigen.
Diese Maßnahme folgt den Ergebnissen einer umfangreichen Untersuchung des Online Glücksspielnetzwerks Crown 168, bei der Beweise für finanziellen Betrug mit 27 Mule-Konten, die 22 juristischen Personen gehörten, gefunden wurden. In diesem Zusammenhang wurden 64 Verdächtige festgenommen und Vermögenswerte im Wert von über 100 Millionen Baht sichergestellt.
Opfer dieser Betrügereien haben bis zum 23. Juni die Möglichkeit, beim Amlo Anträge auf Entschädigung einzureichen, wobei Nachweise über finanzielle Verluste erforderlich sind.
Weitere Informationen sind auf der Amlo-Website verfügbar.
Zudem können Meldungen über Mule-Konten und Online-Glücksspiel Aktivitäten über die Hotline 1195 an die Kriminalpolizei übermittelt werden.