Phuket — In einer koordinierten nächtlichen Aktion nahm die Polizei von Phuket 37 Transgender-Frauen in Gewahrsam. Diese Maßnahme, durchgeführt am 20. März 2025, steht im Zusammenhang mit nächtlichen Unruhen in der belebten Bangla Road in Patong Beach und stieß auf scharfe Kritik seitens von Menschenrechtsorganisationen.
Die Verhaftungen folgten auf einen Vorfall am 19. März, bei dem es eine Auseinandersetzung zwischen einem ausländischen Touristen und einer Transgender-Frau gab. Laut Berichten lehnte der Tourist es ab, Rosen von der Frau zu kaufen und filmte sie dennoch weiter. (VIDEO HIER!)

Nachdem die Situation eskalierte, kam es zu einer Konfrontation, die schließlich von Umstehenden beendet wurde.
Videos solcher Zwischenfälle werden zunehmend online geteilt und verleihen dem beliebten Touristenziel einen unerwünschten Ruf. An der Operation beteiligten sich verschiedene Polizeieinheiten, die erklärten, dass die Verhaftungen notwendig seien, um das Ansehen der Region als Tourismusziel zu schützen. Allerdings empfinden viele Anwohner die Aktion der Polizei als reine Reaktion auf die viralen Videos, anstatt die zugrunde liegenden Probleme anzugehen.
Nach Aussagen von Quellen wurden die Festgenommenen meist schnell vor Gericht gestellt, mit einer Geldstrafe belegt und wieder freigelassen, um ihren Aktivitäten nachzugehen.

Bangkok Pride, eine Gruppe, die sich für die Rechte von LGBTQ+ Personen einsetzt, äußerte sich vehement gegen die Verhaftungsaktion. In ihrer Erklärung betonten sie, dass solche Maßnahmen veraltete Vorurteile wiedergäben und forderten die Behörden auf, die Rechte der LGBTQ+ Gemeinschaft zu respektieren und zu schützen.
Zudem wird aktuell geprüft, ob Phuket als Gastgeber einer internationalen Pride-Konferenz in Frage kommt.
Zum Abschluss sicherte Bangkok Pride Transgender-Frauen und allen LGBTIQN+-Personen in Phuket ihre Solidarität zu und bekräftigte das Recht auf Würde und Gleichbehandlung. In ihrer Botschaft hieß es: “Ihr seid wertvoll so, wie ihr seid, und verdient Respekt und Gleichberechtigung.” Die Organisation versicherte, weiterhin an der Seite der Gemeinschaft zu stehen.