Spannung, Stolz und jede Menge Drama: Der erste Tag der Wehrpflicht in Thailand hat es in sich! Im Bezirksbüro von Nong Kha Yang in der Provinz Uthai Thani kämpfen junge Männer um ihren Platz in der Armee — und eine glamouröse Transgender-Frau stiehlt allen die Show. Die jährliche Einberufung unter Oberst Prapass Klanghon vom 23. Logistik- und Dienstleistungsbataillon zeigt: Hier geht’s um mehr als nur Pflicht!
Ein Artikel von Kilian Borchert
Aus 118 wehrpflichtigen Thailändern sollen 16 Auserwählte gezogen werden: zehn für die Armee, zwei für die Luftwaffe und vier für die Marine. Die Lotterie ist ein Nervenspiel — doch die Behörden schwören: „Keine Korruption!“ Jeder Verdacht soll laut Channel 7 sofort gemeldet werden. Die Menge hält den Atem an.

Helden mit Kindheitsträumen: „Wir wollen Soldaten sein!“
Zwei junge Männer stehlen den Auftakt: Schon als Kinder träumten sie von der Uniform. „Wir wollten das immer“, sagt einer stolz, die Brust geschwellt. Selbst die gefährlichen Grenzregionen im Süden schrecken sie nicht. Ihr Ziel: Berufssoldaten werden, bis zum Sergeant aufsteigen. Oberst Prapass klatscht Beifall: „Das sind geborene Soldaten!“ Familie und Freunde jubeln — ein Moment voller Ehre.
Transgender-Star stiehlt die Show: Arit Kannika im Fokus
Doch dann: Scheinwerfer an für Arit Kannika, alias „Nong Mo“! Die 23-Jährige, perfekt gestylt, sorgt für Furore. Die Kommunikationsstudentin aus Nakhon Sawan ist zum dritten Mal dabei. „Vor zwei Jahren hatte ich keine Zeit für die Untersuchung“, erzählt sie. Diesmal ist sie vorbereitet: Mit ärztlichem Attest vom Phramongkutklao-Krankenhaus in der Tasche beweist sie ihre Geschlechtsidentität. In Thailand können Transfrauen so dem Dienst entgehen — und Arit ist sicher: „Ich werde befreit!“

Chaos und Hoffnung: Thanet Saenlop kämpft mit den Regeln
Eine andere Geschichte erzählt Thanet Saenlop, 21, alias „Nong Tor“. Die Transgender-Frau ist Newcomerin und überfordert: „Ich kenne die Regeln nicht!“ Sie hofft auf Aufschub, um ein Attest zu besorgen. Doch was, wenn die Ärzte sie heute einberufen? „Dann muss ich’s riskieren“, sagt sie tapfer. Die Menge fiebert mit — ihre Zukunft hängt am seidenen Faden.
Lotterie der Emotionen: Angst und Jubel Hand in Hand
In Thailand bleiben Transfrauen oft außen vor: Geschlechtsänderungen werden nicht offiziell anerkannt. Ohne Attest droht die Lotterie — rote Karte, und es geht ab in die Kaserne! Für viele ein Albtraum, für andere ein Triumph. Die Einberufung 2025 zeigt: Hier prallen Stolz, Tradition und Identität aufeinander. Wer gewinnt? Das Los entscheidet — und die Emotionen kochen hoch!