Naturschutzbehörde bereitet auf Verbot von Plastik in Nationalparks vor

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Published in Thailand
Dienstag, 07 August 2018 10:39

Bangkok - Die Behörde für Nationalparks, Wildtier- und Pflanzenschutz (DNP) wird eine Kampagne starten, um Plastiktüten und Styroporkisten in allen Nationalparks vom 12. August an zu verbieten. Anfallender Müll, der die Naturschutzgebiete verschmutzt und die Tierwelt bedroht, soll daurch reduziert werden.

„Es ist ein ehrgeiziger Plan. Aber wir wollen Einwegmaterial aus Plastik und Styropor um drei Millionen Stück reduzieren. Wir wollen, dass diese Kampagne ein Vorbild für andere Orte zur Reduzierung von Plastikmüll wird“, sagte Jongklai Worapongsathorn, der stellvertretende Chef der DNP.

Touristen würde verboten, Plastiktüten, Strohhalme und Utensilien sowie Styroporkisten in die Parks zu bringen, sagte Jongklai.

„Wenn dies den Touristen Unannehmlichkeiten bereitet, leihen wir ihnen Stoffbeutel und andere Materialien, die umweltfreundlicher sind.“

Jongklai glaubt, dass rund 10 Millionen Menschen, darunter Besucher und Verkäufer, die Kampagne mittragen werden.

Die Behörde plant auch Maßnahmen zur Wiederverwendung und zum Recycling von Müll zu ergreifen, in der Hoffnung, sich selbst als Vorreiter in der Abfallwirtschaft zu etablieren.

Die DNP überwacht 154 Nationalparks im ganzen Land, von denen viele bedeutende touristische Destinationen sind, die hohe Einnahmen generieren. Laut DNP besuchen bis zu 16 Millionen Touristen jährlich Nationalparks.

Die Besucher bringen jedoch nicht nur Bargeld mit, sondern auch Müll, der viele Plastiktüten und Styroporpakete umfasst. Der größte Teil dieses Abfalls wird in den Parks hinterlassen. Plastiktüten und Styropor benötigen mindestens 500 Jahre, um sich zu zersetzen. Dabei verschmutzen sie die Umwelt und belasten die Tiere.

Im Khao Yai National Park, dem beliebtesten Park Thailands, finden Beamte immer mehr wilde Tiere, die an einem Versagen des Verdauungssystems gestorben sind. Parkbeamte haben herausgefunden, dass die meisten Tiere Plastikmüll in ihren Mägen und Därmen aufwiesen, sagte Jongklai. Anfang dieses Jahres waren die Menschen schockiert, als sie von dem Tod eines männlichen Kurzflossen-Grindwals erfuhren, dessen Magen 80 Plastiktüten mit einem Gewicht von 8 Kilogramm enthielt.

Nach Angaben der Umweltschutzbehörde erzeugt Thailand jährlich zwei Millionen Tonnen Plastikmüll oder 12% des gesamten Mülls weltweit. Nur 25% der Kunststoffabfälle werden ordnungsgemäß entsorgt, d.h. die restlichen 1,5 Millionen Tonnen belasten die Umwelt.

Ocean Conservancy, eine US-amerikanische Umweltschutzorganisation, gab in ihrem Bericht 2015 bekannt, dass Thailand zusammen mit China, Indonesien, Vietnam und den Philippinen jedes Jahr für mehr als die Hälfte der 8 Millionen Tonnen Plastik verantwortlich ist, die in die Weltmeere gelangen.

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