Hauchdünne Entscheidungen

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Published in Sport
Montag, 11 März 2019 11:16

HJB - Kampf bis zur Zielkurve: Ducati-Pilot Andrea Dovizioso gewinnt den MotoGP-Saisonautftakt in Katar knapp vor Weltmeister Marc Marquez - Rossi auf P5 – Auch in der Moto2 Klasse ein Fotofinish

Andrea Dovizioso (Ducati) hat das erste Rennen der MotoGP-Saison 2019 wie schon ein Jahr zuvor für sich entschieden. In einem Kampf bis zur Zielkurve setzte er sich knapp gegen Honda-Rivale Marc Marquez durch. Dessen Markenkollege Cal Crutchlow sicherte sich den letzten Podestplatz vor Alex Rins (Suzuki) und Yamaha-Pilot Valentino Rossi.

"Das war ein seltsames Rennen", resümierte Dovizioso nach 22 Runden unter Flutlicht. "Ich hatte eigentlich eine andere Strategie, aber es ist auch so aufgegangen." Über viele Runden an der Spitze hatte er in der Schlussphase mit einem nachlassenden Hinterreifen zu kämpfen, konnte sich der Angriffe durch Marquez aber trotzdem erwehren.

"Es war schwierig, mit dem Hinterreifen über die Distanz zu kommen. In der letzten Runde hatte Marc große Probleme mit dem Grip am Hinterrad. Deshalb habe habe ich voll angegriffen. Mir war aber klar, dass noch ein Angriff von Marc kommen würde. Er gibt niemals auf und ist immer zur Stelle. Es war am Limit", sagt der Katar-Sieger, der sich schon 2018 knapp gegen Marquez durchgesetzt hatte.

Dovizioso vs. Marquez wie schon 2018

Der Spanier nahm das Déjà-Vu mit Humor: "Genau das Gleiche wie im vergangenen Jahr. Abseits der Ideallinie ist es hier sehr dreckig und da fällt es schwer, die Linie zu halten. Trotzdem habe ich es probiert. In den Bremszonen konnte ich nicht so hart agieren, wie ich wollte, weil wir Probleme mit dem Vorderreifen haben. Wir tun uns auf dieser Strecke traditionell schwer."

Deshalb war der Weltmeister mit seinen 20 Punkten durchaus zufrieden. Das gute Honda-Ergebnis komplettierte Crutchlow als Dritter. "Ich bin völlig fertig, aber meinem Knöchel geht es gut", gesteht der verletzungsgeplagte LCR-Pilot. "Ich habe gepusht wie ich nur konnte und hatte gegen Ende des Rennens ein richtig gutes Gefühl für den Hinterreifen."

Auf Phillip Island hatte sich der Brite im vergangenen Jahr einen komplizierten Knöchelbruch zugezogen und wurde mehrfach operiert. Die Saisonvorbereitung war deshalb eingeschränkt. Umso mehr freute sich Crutchlow über Rang drei in Katar: "Vielen Dank an meinen Arzt, meinen Physiotherapeuten und das gesamte Team. Sie haben immer an mich geglaubt und jetzt sind wir wieder da."

Grosse Führungsgruppe beim Katar-GP

Schon beim Start hatte Crutchlow einigen Boden gutmachen können und war von sechs auf vier vorgefahren. Als Erster bog aber Dovizioso in Kurve eins ein, direkt hinter ihm Ducati-Markenkollege Jack Miller sowie Marquez an Position drei. Der Verlierer des Starts war Polesetter Maverick Vinales (Yamaha), der hinter Takaaki Nakagami (LCR-Honda) und Joan Mir (Suzuki) auf Rang sieben zurückfiel.

Yamaha-Star Rossi konnte sich in der Anfangsphase in die Top 10 vorkämpfen. Allerdings lag das Feld so früh im Rennen noch eng zusammen. Die grosse Frage: Wie würden sich die Reifen über die Distanz entwickeln? Die Mehrheit der Piloten hatte sich vorn für den Medium-Reifen entschieden, am Hinterrad teilte sich das Bild zur Hälfte in soft und medium.

An der Spitze hielt sich nach fünf Runden noch immer Dovizioso und kontrollierte die Pace, denn die Rundenzeiten waren deutlich langsamer als etwa im vierten Freien Training. So blieb das Feld bis hin zu Rang neun dicht beieinander. An Position zwei hatte sich unterdessen Suzuki-Pilot Rins gekämpft, dem es bei noch 15 Runden gelang, die Führung zu übernehmen.

Guter Einstand von Tom Lüthi

Praktisch mit dem gleichen Abstand nämlich 0,026 Sekunden, belegte Tom Lüthi in der Moto2 den Ehrenplatz hinter Baldassarri. Tom Lüthi zeigte eine starke Aufholjagd, die schliesslich mit dem 2.Platz belohnt wurde. Marcel Schrötter komplettierte das Podium. Zur Rennhalbzeit betrug Baldassarris Vorsprung nur noch 0,4 Sekunden. Schrötter und Gardner hatten den Anschluss wiederhergestellt. Die schnellsten Runden fuhr aber Lüthi auf der fünften Position. Bis zur Spitze fehlten Lüthi aber bereits zwei Sekunden. In Runde elf ging Lüthi an Marquez vorbei und startete die Verfolgung der Top 3.

Baldassarri zog das Tempo erneut an und baute seinen Vorsprung wieder auf 0,8 Sekunden aus. Gardner setzte Schrötter erneut unter Druck. Lüthi hatte sieben Runden vor Rennende den Anschluss hergestellt und kämpfte um ein mögliches Podium.

Sechs Runden vor Rennende bremste sich Lüthi an Gardner vorbei, doch der Australier konterte. Doch Lüthi gab nicht auf und übernahm wenige Kurven später wieder die dritte Position. Somit waren beide Intact-Piloten auf Podestkurs.

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