Neue Taktiken, um Wanderarbeitern zu helfen

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Published in Bangkok
Mittwoch, 28 Juli 2021 18:11

Bangkok - Es ist jetzt klar, dass diese Pandemie die gefährdeten Bevölkerungsgruppen am härtesten getroffen hat. Obwohl sie eine der am stärksten gefährdeten Gruppen in der Gesellschaft sind, werden Wanderarbeitnehmer, einschließlich ihrer Familienmitglieder, von der Regierung kaum betreut. Obwohl die thailändische Wirtschaft so lange unterstützt wird, gibt es keine klare Politik und wenig Unterstützung, um Wanderarbeiter während dieser Pandemie zu unterstützen. Das muss sich ändern, wenn wir diese Krise ernsthaft eindämmen wollen.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen drei Veränderungen im Management von Wanderarbeitnehmern während Covid-19 vorschlagen:

Erstens muss die Regierung das aktive Covid-19-Screening unter Wanderarbeitern wieder aufnehmen. Nach Angaben des Foreign Workers Administration Office, Department of Employment, gab es im Juni 2021 2.162.863 Wanderarbeiter in Thailand. Bis Ende Mai 2021 hatten nur 339.331 Arbeitsmigranten Covid-19-Tests erhalten, was etwa 15% der gesamten Arbeitsmigranten in Thailand entspricht. In Anbetracht der Tatsache, dass die vorherigen und aktuellen Ausbruchswellen in mehreren Gemeinschaften von Wanderarbeitern aufgetreten sind, beispielsweise in Baulagern, würden wir erwarten, dass die Zahl der Covid-19-Tests bei Wanderarbeitern höher ist.

Dies deutet auf einen schwerwiegenden Mangel bei Covid-Tests und -Screenings hin. Die Mehrheit der Wanderarbeitnehmer in Thailand nimmt Handarbeit an, die eine Anpassung an die Praxis der Heimarbeit (WFH) aufgrund ihrer Natur nicht möglich macht. Das bedeutet, dass viele Wanderarbeitnehmer gefährdet sind, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und somit einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Am 22. Juli gab es 72.763 positiv getestete Wanderarbeiter, was etwa 43% der Gesamtzahl der untersuchten Migranten ausmachte.

Es wird jedoch erwartet, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen unter Wanderarbeitern höher ist, da die Regierung am 5. Juli die aktiven Tests eingestellt hat.

Dies bringt uns zum zweiten Vorschlag, der kostenlose Impfungen für Wanderarbeiter anbietet. Laut MOPH Immunization Center Control gab es am 19. Juli 170.007 Ausländer in Thailand, die Covid-19-Impfstoffe erhalten hatten. Dies macht nur 3,47% der Gesamtzahl der in Thailand lebenden Ausländer aus. Rund 42% dieser Ausländer stammen aus Myanmar, gefolgt von China (19 %), Kambodscha (7,1 %) und der DVR Laos (5,7 %).

Obwohl die oben genannten Statistiken nicht den Beschäftigungsstatus dieser Ausländer angeben, ist davon auszugehen, dass einige Wanderarbeiter gegen das ansteckende Virus geimpft wurden. Die Impfrate ist jedoch so niedrig, dass es möglicherweise nicht möglich ist, rechtzeitig eine Herdenimmunität zu schaffen, um die Wiedereröffnung unserer Wirtschaft zu unterstützen.

Daher muss so schnell wie möglich ein Impfprogramm beginnen, das Wanderarbeitnehmer einschließt. Am 22. Juni wurde zwischen dem Arbeitsministerium, dem Gesundheitsministerium und dem thailändischen Roten Kreuz ein Memorandum of Understanding (MOU) über die Integration der Entwicklung von Freiwilligen im öffentlichen Gesundheitswesen in Fabriken, Einrichtungen und Gemeinden unterzeichnet. Dies betrifft freiwillige Helfer, die die Einführung des Impfstoffs zu erleichtern. Angesichts des Mangels an Personal im öffentlichen Gesundheitswesen ist die Ausbildung dieser freiwilligen Helfer für die Impfung von Wanderarbeitnehmern ein guter Weg in die Zukunft. Wir können jetzt mehr freiwillige Gesundheitshelfer rekrutieren und das Impfprogramm in lokalen Gesundheitseinrichtungen, beispielsweise in Distriktgesundheitszentren, schulen und umsetzen.

Der dritte Vorschlag betrifft die Bereitstellung von Soforthilfe für Wanderarbeitnehmer. Es gibt viele Wanderarbeiter, die von der Anordnung zur vorübergehenden Schließung mehrerer Geschäftsaktivitäten betroffen waren und derzeit keinen Zugang zu Grundbedürfnissen wie Wasser, Hygieneartikeln, Medikamenten und Lebensmitteln haben. Diese sind wichtig, um ihre Gesundheit während dieser Pandemie zu erhalten. Die Krankenhäuser sind bereits voll ausgelastet, daher möchten wir, dass niemand mehr an vermeidbaren Krankheiten leidet.

Gegenwärtig sehen wir die Mehrheit der Unterstützung für Wanderarbeiter von Organisationen der Zivilgesellschaft (CSOs), während die Regierung nicht viel Unterstützung geleistet hat. Dies ist ziemlich verblüffend, wenn man bedenkt, dass die Regierung so viele Informationen über Wanderarbeiter hat, z. B. wo sie leben, für wen sie arbeiten, wie viel sie verdienen, in welcher Branche sie tätig sind und so weiter. Diese Informationen wurden während der Beantragung einer Arbeitserlaubnis gesammelt und alle ein oder zwei Jahre nach der Verlängerung der Erlaubnis aktualisiert. Es wäre für die Regierung einfach, Wanderarbeitern zu helfen, wenn sie dies wolle.

Wir möchten noch einmal betonen, dass niemand sicher ist, bis alle sicher sind. Wanderarbeiter waren und bleiben für das Wirtschaftswachstum Thailands von entscheidender Bedeutung. Da sich das Land bald zu einer alternden Gesellschaft wandeln wird, wird unsere Wirtschaft immer mehr von Wanderarbeitern abhängig sein. Eine bessere Pflege wird dazu beitragen, dass sie im System bleiben, was sowohl für die Krankheitsbekämpfung als auch für die wirtschaftliche Erholung entscheidend ist.

Boonwara Sumano, PhD, ist Senior Research Fellow am Thailand Development Research Institute (TDRI) und N Aneksomboonphon ist ein unabhängiger Mitarbeiter. Politische Analysen von TDRI erscheinen in der Bangkok Post.

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