Erklärvideos für jüngere Generationen - das zeichnet sie aus

Jün­gere Gen­er­a­tio­nen, die mit Social Media und dem Smart­phone aufgewach­sen sind, haben sich an die dor­ti­gen, kurzen Erzählfor­men gewöh­nt. Das ist gle­icher­maßen ein Prob­lem als auch eine Chance. Die Aufmerk­samkeitss­panne ist kurz, doch genau das macht Erk­lärvideos für diese Ziel­gruppe beson­ders effektiv.

Kom­plexe Inhalte ver­ständlich und zugle­ich unter­halt­sam ver­mit­teln — das ist das Ziel von präg­nan­ten Erk­lärvideos. Wie gelingt es den Video­er­stellern, bewusst mit der kürz­eren Aufmerk­samkeitss­panne zu arbeit­en? Tik­Tok, die Shorts auf YouTube und die Reels auf Insta­gram haben den Kon­sum von Inhal­ten deut­lich verän­dert. Es muss schnell gehen und die Videos müssen direkt auf den Punkt kom­men. Gelingt das nicht, schaf­fen es die Videos also nicht, in ein­er Zeitspanne von 30 Sekun­den bis zu 3 Minuten den Zuschauer für sich zu gewin­nen, so ver­fehlen sie ihren Zweck.

Der sofor­tige Ein­stieg

Erfol­gre­iche Erk­lärvideos wie die der Video­helden steigen sofort in das The­ma ein. Ein­führun­gen oder lange Erläuterun­gen gibt es nicht mehr. Bere­its in den ersten Sekun­den müssen die geteil­ten Infor­ma­tio­nen einen Mehrw­ert haben. Gelingt das dem Video nicht, so scrollt der Zuschauer weit­er. Das Sto­ry­telling muss also möglichst kom­pakt und präg­nant sein. Nur so fol­gen die Zuschauer dem roten Faden und das Inter­esse bleibt hoch.

Bild­haft, dynamisch und ani­miert — diese Meth­o­d­en führen zum Erfolg

Sta­tis­che Inhalte oder sog­ar Texte funk­tion­ieren im Rah­men von erk­lären­den Videos nicht mehr. Der Erfolg liegt in der dynamis­chen Bild­haftigkeit der Inhalte. Die Ani­ma­tio­nen und span­nen­den Grafiken müssen die Zuschauer gefan­gen­nehmen und diese auf Augen­höhe abholen. Bei Erk­lärvideos, die Wis­sen ver­mit­teln möcht­en, kom­men oft White­board-Ani­ma­tio­nen oder Motion Graph­ics zum Ein­satz. Das Bild muss immer in Bewe­gung bleiben. Die visuellen Reize müssen also gezielt genutzt wer­den, um die kom­plex­en The­men ein­fach erscheinen zu lassen. Video­er­steller müssen also bewusst mit Sym­bol­en, starken Far­ben und kreativ­en Meta­phern arbeiten.

Eine Ansprache auf Augenhöhe

Trock­ene Erk­lärung und lehrhafte Sprache schreck­en jün­gere Zuschauer ab. Nie­mand möchte sich beim Betra­cht­en eines Videos wie in der Schule fühlen. Lock­er, all­t­agsnah, natür­lich und beson­ders auf Augen­höhe muss kom­mu­niziert wer­den. Humor ist dabei grund­sät­zlich erlaubt. Oft kom­men sog­ar pop­kul­turelle Ref­eren­zen zum Ein­satz. So wartet das ein oder andere Erk­lärvideo mit Memes oder anderen humor­vollen Ele­menten auf. Wenn es einem Ele­ment gelingt, eine Verbindung zur Ziel­gruppe aufzubauen, so ist dieses auch erlaubt.
Wichtig ist immer die Ein­fach­heit und hierin liegt auch die Kun­st. Kom­plexe The­men zum dig­i­tal­en Mar­ket­ing oder sog­ar zur Math­e­matik mit ein­er ein­fachen und alltäglichen Sprache ver­mit­teln und dabei niemals dog­ma­tisch aufzutreten — das zeich­net die Besten ihres Fachs aus.

Die Ziel­gruppe einbinden

Pas­sives Kon­sum­ieren ist lang­weilig. Wer ler­nen will, muss selb­st aktiv wer­den. Einem Erk­lärvideo gelingt diese Ein­bindung mit­tels Fra­gen am Ende des Videos. Sog­ar Quiz-Ele­mente oder Abstim­mungen sind denkbar. So messen sich die Betra­chter selb­st und entwick­eln einen gewis­sen Ehrgeiz. Inter­ak­tive Ele­mente sind also immer willkom­men und ein Garant dafür, dass sich das Erlernte schneller und bess­er einprägt.

Zulet­zt kommt es nicht nur auf die Präsen­ta­tion des Inhalts, son­dern auch auf die per­fek­te Anpas­sung an eine bes­timmte Plat­tform an. Während es auf YouTube etwas länger und aus­führlich­er sein darf, bleiben einem bei Insta­gram oder Tik­Tok nur wenige Sekun­den, um seine Betra­chter erfol­gre­ich in den Bann zu ziehen. 

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