Umfrage: Die meisten Thailänder befürworten Todesstrafe

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Published in Thailand
Samstag, 23 Juni 2018 00:28

Bangkok - Mindestens vier Online-Umfragen wurden unmittelbar nach der ersten Hinrichtung Thailands in neun Jahren am Montag durchgeführt. In jedem Fall stimmte die Mehrheit der Befragten der Todesstrafe zu.

Die Ergebnisse wurden veröffentlicht, nachdem ein verurteilter Mörder, der von der Strafvollzugsbehörde nur als Thirasak bekannt gegeben wurde, im Zentralgefängnis Bang Kwang durch die Giftspritze getötet wurde. Damit endete eine neunjährige Auszeit für Hinrichtungen in Thailand. Er wurde verurteilt, weil er 2012 sein 17-jähriges Opfer tödlich verletzt hatte und ein Handy und eine kleine Menge Bargeld erbeutete.

Etwa 2.300 Menschen stimmten auf einer Website von „Kom Chad Luek“ auf die Frage ab, ob sie mit der Hinrichtung einverstanden wären. Überwältigende 92 Prozent stimnmten zu.

Nation TV führte eine ähnliche Umfrage unter www.nationtv.tv durch und sammelte mehr als 20.000 Stimmen. Von diesen sagten 95 Prozent, dass sie die Todesstrafe befürworteten.

Die populäre Facebook-Seite „Drama Addict“, fragte ihre Follower, ob Thailand die Todesstrafe durchsetzen sollte. Mehr als 124.900 Menschen haben bisher geantwortet, 96 Prozent oder 119.900 von ihnen befürworteten die Todesstrafe. Die Abstimmung wird noch fünf Tage geführt.

Thirasaks Mutter sagte, dass ihr Sohn möglicherweise zu Unrecht verurteilt wurde, da er immer behauptet hatte, dass er den Mord nicht begangen habe.

„Deshalb hat er sich immer geweigert, sich vor Gericht für schuldig zu bekennen. Er wusste, dass ein Schuldbekenntniss Anlass zu Nachsicht geben würde“, sagte sie.

Unter denen, die gegen die Wiederaufnahme von Hinrichtungen in Thailand protestierten, war die deutsche Menschenrechtskommissarin Barbel Kofler. „Es ist unmöglich, unrechtmäßige Verurteilungen völlig auszuschließen - mit irreparablen Folgen, wenn der Angeklagte hingerichtet wird“, sagte sie und fügte hinzu, dass die Todesstrafe eine unmenschliche Form der Bestrafung sei.

Die Europäische Union gab bekannt, dass sie die Todesstrafe unter allen Umständen ablehne.

„Die Todesstrafe ist eine grausame und unmenschliche Strafe, die nicht abschreckend wirkt und eine inakzeptable Verleugnung der Menschenwürde und Integrität darstellt.“

Diese Haltung scheint in Thailand wenig Unterstützung zu finden, wo die Drohung der Hinrichtung oft als wirksame Abschreckung gegen schwere Verbrechen gehalten wird.

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