“Familie will mich töten”: Saudi-Frau am Flughafen Bangkok gestrandet

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Published in Thailand
Dienstag, 08 Januar 2019 04:26

Samut Prakan - Eine junge Saudi-Frau sagte, sie sei am Hauptflughafen von Bangkok gestrandet, nachdem sie vor ihrer Familie floh und ihr Pass von einem saudischen Beamten beschlagnahmt wurde.

Rahaf Mohammed al-Qunun (18) sagte, sie sei mit ihrer Familie auf einer Reise nach Kuwait gewesen, als sie vor zwei Tagen geflüchtet war.

Sie versuchte über einen Anschlussflug in Bangkok nach Australien zu fliegen. Sie sagte der BBC, sie habe den Islam aufgegeben und befürchtet, dass sie zwangsweise nach Saudi-Arabien zurückkehren und von ihrer Familie getötet würde.

Laut Jonathan Head der BBC in Bangkok ist Frau Mohammed al-Qunun verängstigt und verwirrt. Sie sagt, sie habe ein australisches Visum, aber ihr Pass wurde von einem saudischen Diplomaten beschlagnahmt, als er sie am Flughafen Suvarnabhumi traf.

Ein saudischer Gesandter in Bangkok bestritt jegliche offizielle Beteiligung Saudi-Arabiens an der Festsetzung von Frau Mohammed al-Qunun.

“Die Botschaft hat keine Befugnis, irgendjemanden am Flughafen oder anderswo festzunehmen”, sagte Abdellilah al-Shaayibi auf der News-Website Sabq. “Sie wurde von Flughafenbehörden festgehalten, weil sie gegen thailändische Gesetze verstoßen hat.”

Der Chef der Einwanderungsbehörde, Maj. Gen. Surachate Hakparn, teilte der BBC mit, dass Mohammed al-Qunun einer Ehe entflohen sei. Da sie kein Visum für die Einreise nach Thailand hatte, habe die Polizei ihre Einreise verweigert und befördere sie über dieselbe Fluggesellschaft zurück.

Surachate sagte, er habe über keine Passbeschlagnahme erfahren.

Er sagte gegenüber AFP, der Fall sei ein “Familienproblem”, und der Teenager “habe keine weiteren Dokumente, Flugticket und Geld”.

Der stellvertretende Direktor von Human Rights Watch Asia, Phil Robertson, sagte der BBC: “Es scheint, dass die thailändische Regierung eine Geschichte erfindet. Die Frau soll versucht haben ein Visum zu beantragen, aber es wurde abgelehnt ... tatsächlich hatte sie ein Weiterflugticket nach Australien und wollte überhaupt nicht nach Thailand einreisen.”

Er behauptete, die thailändischen Behörden hätten eindeutig mit Saudi-Arabien zusammengearbeitet, da saudische Beamten das Flugzeug bei seiner Ankunft besteigen konnten.

Frau Mohammed al-Qunun sagte der BBC Newshour, dass sie sich jetzt in einem Hotel im Transitbereich befinde.

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Sie sagte: “Ich habe meine Geschichte und meine Bilder in den sozialen Medien geteilt, und mein Vater ist so wütend, weil ich das getan habe ... Ich kann nicht in meinem Land studieren und arbeiten, deshalb möchte ich frei sein und studieren und arbeiten wo ich will.”

Frau Mohammed al-Qunun schrieb auf Twitter, dass sie sich entschieden habe, ihren Namen und ihre Details mitzuteilen, weil sie jetzt “nichts mehr zu verlieren” habe.

Sie teilte auch ein Foto ihres Passes, “weil ich möchte, dass Sie wissen, dass ich real bin und existiere”.

Ein weiterer Tweet lautete: “Ich fürchte, meine Familie wird mich töten.”

Der Fall erinnert an den Fall einer anderen saudischen Frau, die sich im April 2017 auf dem Weg nach Australien befand.

Dina Ali Lasloom (24) war auf dem Weg von Kuwait über die Philippinen, wurde jedoch von ihrer Familie vom Flughafen Manila nach Saudi-Arabien zurückgebracht.

Sie benutzte ein kanadisches Touristentelefon, um eine Nachricht zu senden, von der ein Video auf Twitter gepostet wurde und sagte, ihre Familie würde sie töten.

Ihr Schicksal, als sie nach Saudi-Arabien zurückkehrte, bleibt unbekannt.

Quelle: BBC

Read 1709 times Last modified on Dienstag, 08 Januar 2019 07:26

2 comments

  • Andreas
    Comment Link posted by Andreas
    Montag, 07 Januar 2019 12:51

    Solange die scheinheiligen Gutbürger wegsehen, sich nicht einbringen, und diese Länder wie Saudi Arabien unterstützen und bereisen, werden dort Menschenrechte gebrochen.
    All dieser Reichtum, pompöse Glanz und dekadente Zurschaustellung des Reichtums ist auf dem Rücken von ausländischen Arbeitern errichtet worden.
    Saudi Arabien genau wie UAI versklavt noch über eine Million meist Philippinische Arbeiter, denen Ihre Rechte vorbehalten werden, die sogar gefoltert, vergewaltigt und misshandelt werden.

    Ich verstehe diese Frau, das sie so handelt und Angst um ihr Leben hat.

    Und was macht die Welt und u.a. auch die Deutsche Botschaft?? Nix!!! Alle schauen weg. Mit ihrer Doppelmoral. Zum kotzen.

  • asco
    Comment Link posted by asco
    Montag, 07 Januar 2019 12:19

    Ihr Schicksal, als sie nach Saudi-Arabien zurückkehrte, bleibt unbekannt.
    abgeurteilt nach Scharia Gesetzen

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