Minister beschuldigt chinesische Reiseveranstalter für Bootskatastrophe

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Published in Bangkok
Dienstag, 10 Juli 2018 11:19

Bangkok - Ein thailändischer Minister beschuldigte chinesische Reiseveranstalter für den Tod von mehr als 40 Menschen am vergangenen Wochenende bei einem Bootsunfall vor einer Resort-Insel, von denen die meisten chinesische Touristen waren. Taucher suchten nach 11 vermissten Menschen.

Das Boot Phönix war am Donnerstag vor der Westküste der Insel Phuket auf hoher See mit 101 Menschen an Bord unterwegs, darunter 89 Touristen.

Die Zahl der Todesopfer, die wahrscheinlich 50 übersteigen wird, macht es zu der schlimmsten Touristenkatastrophe in Thailand seit Jahren und unterstreicht die seit langem bestehende Besorgnis über die Sicherheit.

Die jetzt einsetzende Regenzeit kann in Südthailand, vor allem vor der Westküste, heftige Sturmböen und hohe See bringen. Es wurden Fragen gestellt, warum das Boot trotz Warnungen vor schlechtem Wetter in See gestochen war.

Der stellvertretende Premierminister Prawit Wongsuwan beschuldigte chinesische Reiseveranstalter, die thailändische Sicherheitsgesetzgebung nicht zu respektieren.

„Manche Chinesen benutzen Online Portale, um ihren Urlaub zu buchen. Sie haben die Warnungen nicht beachtet. Deshalb ist dieser Vorfall passiert. Dies muss behoben werden“, sagte Prawit.

Das chinesische Ministerium für Kultur und Tourismus hat am Samstag ein dringendes Rundschreiben herausgegeben, in dem die Bedeutung der Online-Reiseunternehmen bei der Buchung von Auslandsreisen betont wird.

Viele von denen, die an Bord der Phoenix waren, hatten ihre Reise selbständig über Online-Reiseveranstalter gebucht, teilte das Ministerium mit.

Früher sagten die Behörden, das Boot befördere 105 Menschen. Später korrigierten sie die Zahl, indem sie sagten, dass einige sich dem Ausflug nicht anschlossen.

„Offiziell werden immernoch 11 Menschen vermisst“, sagte der Gouverneur der Provinz Phuket, Noraphat Plodthong, auf einer Pressekonferenz.

„Wir werden die Suche heute fortsetzen.“

In der zweitgrößten Volkswirtschaft Südostasiens ist der Tourismus für rund 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verantwortlich und damit einer der wichtigsten Wachstumstreiber. Solche Katastrophen werfen zwangsläufig Fragen nach Verlusten für die Branche auf.

Chinas Sprecher des Außenministeriums, Hua Chunying, sagte am Montag, China habe die thailändische Regierung aufgefordert, die Rettungsbemühungen auszuweiten, die Rechte der chinesischen Bürger zu schützen und die Ursache des Unfalls gründlich zu untersuchen.

Chinesische Touristen machten fast ein Drittel des letztjährigen Rekordvolumens von 35 Millionen Menschen aus.

Doch trotz Unfällen, politischen Unruhen und sogar Bombenanschlägen in den letzten zehn Jahren scheint der Tourismussektor vor schlechten Schlagzeilen gefeit zu sein, was ihm den Spitznamen „Teflon Thailand“ eingebracht hat.

Im August 2015 wurden bei einem Bombenanschlag auf einen Schrein in Bangkok, dem schlimmsten Angriff seiner Art auf thailändischem Boden, 20 Menschen getötet, viele von ihnen chinesische Touristen.

Chinesische Touristenankünfte gaben nach dem Angriff leicht nach, erholten sich aber bald wieder.

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