Neues Ekonomisches Team des Kabinetts steht vor großen Herausforderungen

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Published in Bangkok
Freitag, 07 August 2020 15:28

Bangkok – Die neu ernannten Wirtschaftsminister werden es angesichts der schwindenden finanziellen Ressourcen, der steigenden Arbeitslosigkeit und der globalen Bedrohung durch eine Ansteckung der zweiten Welle schwer haben, die Wirtschaft vor den Folgen von Covid-19 zu retten, warnen Ökonomen.

Die unmittelbare Herausforderung besteht darin, Arbeitnehmer und Unternehmen zu unterstützen, wenn die Hilfsmaßnahmen einschließlich der Ausgabe von Bargeld zu Ende gehen, sagte Charl Kengchon, Executive Chairman des Kasikorn Research Center.

Die Finanzen der Regierung seien bereits von den massiven Krediten belastet, die zur Bewältigung der Viruskrise geliehen wurden, sagte er nach der Ernennung der wichtigsten Wirtschaftsminister, die die Regierung am Donnerstag (6. August) angekündigt hatte.

Die Wirtschaft zeigt Anzeichen einer Verbesserung, aber die Erholung bleibt in weiter Ferne, da nur einige Sektoren und Arbeitnehmer ihre Geschäftstätigkeit wieder aufgenommen haben.

„Wir haben noch nicht wieder für den Tourismus geöffnet, daher leiden Unternehmen und Arbeitnehmer in Tourismussektoren immer noch am meisten“, sagte er.

Inzwischen haben Länder wie die USA, Australien, Japan, die Philippinen und Vietnam einen Anstieg neuer Infektionen verzeichnet, was die Erholung der thailändischen Exporte verzögert hat.

Der neu ernannte Finanzminister Predee Daochai wird vor schwierigen Entscheidungen stehen, welche Gruppen angesichts begrenzter finanzieller Ressourcen weitere Unterstützung benötigen, ob Unternehmen oder Arbeitnehmer.

„Ich glaube nicht, dass die Regierung mehr Geld leihen will, aber die Probleme, die angegangen werden müssen, nehmen zu. Daher ist es sehr wichtig, welchen Gruppen die Regierung weitere Hilfe leisten wird“, sagte er.

Externe Faktoren sorgen ebenfalls für Unsicherheit, darunter, ob die US-Notenbank ihre Leitzinsen erneut senken oder dem Markt mehr Liquidität zuführen wird, was den Dollar schwächen und eine Aufwertung des Baht bewirken wird.

Ein starker Baht trifft thailändische Exporteure, die in Dollar bezahlt werden und diese dann gegen Baht eintauschen müssen.

Der globale Wechselkursmarkt ist so groß, dass die Zentralbank möglicherweise nicht in der Lage ist, den Anstieg des Baht zu verhindern, sagte Charl.

In Bezug auf den Tourismus besteht die Herausforderung darin, den Sektor und die damit verbundenen Dienstleistungen wieder zu öffnen. Eine Wiedereröffnung für ausländische Touristen würde das Risiko bedeuten, mehr Covid-19-Fälle zu importieren, was zu einer Vertrauenskrise in das Gesundheitsmanagement führen könnte, fügte er hinzu.

In der Zwischenzeit sagte Yongyuth Chalamwong, Forschungsdirektor am Thailand Development Research Institute, die Regierung müsse sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmern helfen.

„Die Regierung muss möglicherweise mehr Geld leihen, da die bestehenden Hilfsprogramme allmählich auslaufen“, sagte er.

Unternehmen könnten im dritten Quartal mehr Arbeitnehmer entlassen, da ihnen der Cashflow fehlt und viele nicht wiedereröffnen konnten.

Die Regierung hat Maßnahmen zur Eindämmung des Virus priorisiert, aber jetzt muss sie sich mehr auf wirtschaftliche Aktivitäten konzentrieren, sagte er.

Wenn sich die Wirtschaft nicht wesentlich verbessert, könnten 4,5 Millionen Beschäftigte im Dienstleistungssektor und 1 Million im verarbeitenden Gewerbe ihren Arbeitsplatz verlieren, warnte er.

Die Regierung muss darüber nachdenken, wie sie das Land für ausländische Besucher öffnen kann, sagte er und fügte hinzu, dass die 14-tägige obligatorische Quarantäne möglicherweise zu lang sei. Viele Hotels werden nach der kürzlichen Wiedereröffnung nicht lange überleben können, da sie kein Einkommen von ausländischen Touristen haben, sagte er.

Zu den Herausforderungen, denen sich der neu ernannte Arbeitsminister Suchart Chomklin und sein stellvertretender Minister Narumon Pinyosinwat gegenübersehen, gehört die Suche nach Möglichkeiten zur Unterstützung informeller Arbeitnehmer, die nicht vom Sozialversicherungsfonds abgedeckt werden, sagte Yongyuth.

Quelle: Nation

Read 612 times Last modified on Freitag, 07 August 2020 15:30

2 comments

  • Helmut
    Comment Link posted by Helmut
    Sonntag, 09 August 2020 10:24

    Ekonomisch ist Denglisch, haha, da habe ich ein neues Wort dazu gelernt!

    Bisher hat der PM wie Mutti die Wuensche der Gesundheitsexperten umgesetzt, und die der Wirtschaft ausser Acht gelassen. Es wird Zeit, dass ein Umdenken stattfindet und man sich von der Wohlfuehlblase "Hauptsache keine Infektionen" verabschiedet. Das Leben ist von Haus aus gefaehrlich also muss man sich der Gefahr stellen, oder gleich einsargen lassen.

  • Wolfgang
    Comment Link posted by Wolfgang
    Samstag, 08 August 2020 07:01

    Hausgemachtes Leid.

    Aber den Regierenden mangelt es an nichts!

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