Aus Plastikmüll soll Erergie gewonnen werden

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Published in Bangkok
Dienstag, 05 Juni 2018 00:02

Bangkok – Thailands Behörden planen, Kunststoffabfälle zu verbrennen und die Industrie in ihre Pläne mit einzubeziehen. Das Müll-Managementsystem soll verbessert werden, um die Umwelt sowohl an Land als auch im Wasser zu entlasten.

Allerdings sagen Umweltexperten, dass auch die Verbraucher ihr Verhalten ändern müssten, um nachhaltige Fortschritte zu erzielen und den Verbrauch von Plastik insgesamt zu reduzieren.

Mit dem Problem des Kunststoffmülls als Thema des Weltumwelttags und der Probleme mit Plastikmüll und Elektroschrott, die fast täglich für Schlagzeilen sorgen, hat das Ministerium für Naturressourcen und Umwelt Pläne für einen „Lebenszyklus“-Ansatz veröffentlicht. Das Ministerium fordert die Zusammenarbeit von Kunststoffproduzenten, anderen Wirtschaftszweigen, Verbrauchern und Behörden, um die Probleme in den Griff zu bekommen.

Ein Untersuchungsausschuss wurde eingerichtet, um die durch Plastikmüll verursachte Umweltverschmutzung anzugehen, sagte der ständige Sekretär des Ministeriums für Naturressourcen und Umwelt, Wijarn Simachaya. Er leitet den Ausschuss, der die Probleme durch Beratung und politische Planung mit allen Beteiligten umfassend lösen soll.

„Wir verfolgen das Ziel, Kunststoffabfälle zu reduzieren, indem wir Richtlinien und Praktiken anpassen, vom Produktionsbeginn über die Endverbraucher bis hin zur Entsorgung am Ende des Lebenszyklus“, sagte Wijarn.

„Nach dem zufriedenstellenden Ergebnis der Kampagne zum Verbot der Versiegelung von Flaschenwasser diskutiert der Unterausschuss zur Reduzierung von Kunststoffabfällen nun die nächsten Maßnahmen, die die Verbraucher dazu ermutigen sollen, ihren Verbrauch von Plastikprodukten wie Strohhalmen, Plastiktüten und Wasserflaschen drastisch zu senken.“

Er sagte, der Unterausschuss habe verschiedene Optionen diskutiert, darunter auch die Erhebung von Gebühren für Plastiktüten, das Verbot von Plastikhalmen und die Förderung der Verwendung von biologisch abbaubarem Kunststoff.

Das Ministerium für Naturressourcen und Umwelt arbeitet auch mit seinen Partnern in anderen asiatischen Ländern zusammen, um auf regionaler Ebene mit Kunststoffabfällen besser umzugehen, fügte er hinzu. Dies sei wichtig, sagte er, da viele Länder in dieser Region zu den weltweit größten Verursachern von Kunststoffabfällen gehörten und auch einen großen Teil der Kunststoffe produzierten, die häufig in den Meeren landeten.

Die Statistiken des Departments für Umweltverschmutzung aus dem vergangenen Jahr über das Abfallmanagement in Thailand identifizierten jedoch auch Kunststoffreste als eine weitere große Herausforderung bei der Lösung des Abfallproblems des Landes. Nur 500.000 Tonnen der insgesamt 2 Millionen Tonnen Kunststoffmüll wurden recycelt.

Wijarn hatte zuvor die dringende Notwendigkeit erkannt, übriggebliebenen Plastikmüll nachhaltig zu beseitigen, der jetzt zusammen mit anderem Müll im Meer landen und dort eine noch größere Bedrohung für die Ökosysteme darstellen würde.

Der derzeitige Ansatz des Ministeriums für den Umgang mit nicht recycelten Kunststoffabfällen besteht darin, sie zu verbrennen, um Energie in Müllverbrennungsanlagen zu erzeugen. „Für die Lösung der Umwandlung von Kunststoffabfällen in Energie lassen wir den privaten Sektor in Zusammenarbeit mit lokalen Verwaltungen in Müllverbrennungsanlagen investieren, damit die Behörden ihre Angelegenheiten im Bereich der Abfallwirtschaft selbst regeln können.“

Buntoon Srethasirote, der Direktor des Instituts für gute Regierungsführung, soziale Entwicklung und Umwelt, lobte diesen Plan. Die Pläne des Ministeriums, die Politik zur Entsorgung von Kunststoffabfällen zu übernehmen seien gut, sagte er und fügte hinzu, man sei auf dem richtigen Weg. Er fügte jedoch auch hinzu, dass man erst am Anfang stehe und vieles noch koordiniert werden müsse, um sicherzustellen, dass die Pläne ordnungsgemäß umgesetzt würden, ohne dass diese selbst weitere Probleme verursachen.

Buntoon erläuterte weiter „Nach dem Plan, die Gebühren für Plastiktüten zu erheben, schlage ich vor, dass die Behörden das dadurch eingenommene Geld in einen Umweltfonds stecken und den Fonds zur Finanzierung der Entsorgung von Kunststoffabfällen verwenden, um die Nachhaltigkeit des Systems zu gewährleisten“.

Er forderte die Regierung außerdem auf, dafür zu sorgen, dass die lokale Bevölkerung in eine echte Öffentlichkeitsbeteiligung einbezogen wird und auf Vorteile des Baus von Müllverbrennungsanlagen in ihrer Gegend hingewiesen werden. Dies würde dazu beitragen, Konflikte und Widerstände lokaler Gemeinschaften zu verhindern, die sich gegen Projekte zur Energiegewinnung aus Müll entscheiden.

Die Abfalltrennung sei immer das Haupthindernis für eine ordnungsgemäße Abfallentsorgung in Thailand gewesen, sagte Buntoon und er schlug vor, dass sowohl die Öffentlichkeit als auch die Behörden zusammenarbeiten sollten, um ihre alten Gewohnheiten zu ändern.

Read 1304 times Last modified on Montag, 04 Juni 2018 14:40

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