Ausbruch des Nipah-Virus soll verhindert werden

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Published in Bangkok
Donnerstag, 31 Mai 2018 00:37

Bangkok - Thailand ist vor einem Nipah-Virus-Ausbruch nicht sicher, da hier vorkommende Fruchtfledermäuse ein natürlicher Wirt für die tödliche Infektion sind, die Hirnhautentzündungen verursachen kann. Die Sterblichkeitsrate kann bis zu 80 Prozent betragen, sagen Experten.

Fachleute auf der ganzen Welt verfolgen den dritten und jüngsten Ausbruch des Nipah-Virus in Indien, wo in Kerala und Karnataka mindestens 16 Fälle bestätigt wurden und 14 Menschen gestorben sind.

Dr. Thiravat Hemachudha, Leiter des Gesundheitswissenschaftlichen Zentrums für Infektionskrankheiten an der Medizinischen Fakultät der Universität Chulalongkorn sagte, dass es in Thailand bisher noch keine Infektionen gebe. Er fügte jedoch hinzu, dass aufgrund der Rahmenbedingungen in Thailand durchaus das Risiko einer Epidemie bestehe.

Thiravat sagte, die Menschen sollten wachsam sein, aber keine Panik wegen des Virus haben, da die Krankheit vermeidbar ist.

„Nipah ist ein Zoonosevirus, welches sich durch Kontakt mit Speichel oder kontaminiertem Gewebe von Tieren auf Menschen übertragen kann. Dieses Virus hat einen natürlichen Wirt bei Fruchtfledermäusen und kann auf andere Tiere wie Schweine und dann auf Menschen übertragen werden“, sagte er.

„Diejenigen, die mit dem Nipah-Virus infiziert sind, werden akute Gehirnhautentzündungen entwickeln und selbst wenn die Patienten überleben, kann die Enzephalitis innerhalb von zwei Jahren erneut auftreten. Außerdem können Patienten, die an einer Lungenentzündung leiden, das Virus auch durch Niesen verbreiten.“

Dr. Thiravat sagte weiter, ein infizierter Patient könne die Krankheit schnell auf mehr als 30 Menschen übertragen.

Das Virus ist potenziell tödlich, etwa 70 bis 80 Prozent der infizierten Patienten an der Krankheit sterben, was das Nipah-Virus zu einem der gefährlichsten Krankheitserreger der Welt macht. Gegenwärtig gibt es keine Medikamente oder Impfstoffe gegen das Nipah-Virus.

Dr. Thiravat sagte, das Chulalongkorn University Emerging Infectious Disease Health Science Center hat das Nipah-Virus seit dem Jahr 2000 untersucht. Im Jahr 2005 arbeitete das Zentrum unter anderem mit dem Nationalpark, Wildlife and Plant Conservation Department zusammen und habe festgestellt, dass Fruchtfledermäuse in Thailand das Virus übertragen können.

„Etwa 7 bis 9 Prozent der in Thailand lebenden Fruchfledermäuse wurde von April bis Juni dieses Jahres positiv auf das Nipah-Virus getestet, obwohl sie das Virus nur zu bestimmten Zeiten des Jahres verbreiten. Das Virus in thailändischen Fledermäusen hat eine 99%ige genetische Ähnlichkeit mit dem Stamm, der den aktuellen Ausbruch in Indien verursacht hat“, sagte Dr. Thiravat abschließend.

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Read 2128 times Last modified on Mittwoch, 30 Mai 2018 16:54

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