Kastration als Vergewaltigungsschutz

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Published in Bangkok
Freitag, 22 Mai 2020 23:36

Bangkok - Eine chemische Kastration wurde vorgeschlagen, um zu verhindern, dass Vergewaltiger das Verbrechen wiederholen und die Opfer besser beschützt werden, sagte Pacharin Sumsiripong, eine Abgeordnete der regierenden Palang Pracharath Partei.

Der Vorschlag wurde vom Sonderausschuss des Repräsentantenhauses unterbreitet, in dem mögliche Lösungen für das Problem von Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen untersucht wurden.

Frau Pacharin, ein Ausschussmitglied, sagte am Donnerstag, das Gremium habe die Idee der chemischen Kastration Justizminister Somsak Thepsutin vorgestellt, der damit einverstanden war.

„Wir haben uns noch kein Ziel gesetzt, um die Idee der chemischen Kastration voranzutreiben. An diesem Punkt möchten wir jedoch eine gründliche Analyse durchführen, um die Vor- und Nachteile des Problems abzuwägen“, sagte Frau Pacharin, die einen Hintergrund in Kriminologie hat.

Mehrere Länder haben eine chemische Kastration eingeführt, um Vergewaltiger mit der Tendenz, das Verbrechen zu wiederholen, zu kontrollieren, und Thailand könnte aus ihren Erfahrungen lernen, sagte sie. Aus menschenrechtlicher Sicht ist die Schlüsselfrage, ob es richtig ist, eine Person gegen ihren Willen, selbst einen verurteilten Vergewaltiger, chemisch zu kastrieren, sagte sie.

Aus medizinischer Sicht bleibt noch eine weitere wichtige Frage zu beantworten, nämlich ob es gegen den medizinischen Verhaltenskodex verstößt, wenn Ärzte gegen ihren Willen eine chemische Kastration an einer Person durchführen, fügte sie hinzu. Der medizinische Eingriff muss von speziell ausgebildeten Ärzten durchgeführt werden.

Ein weiteres Anliegen des Ausschusses waren die Kosten für die Bestrafung der chemischen Kastration durch Vergewaltiger, da das mediale Verfahren den ständigen Gebrauch intravenöser Medikamente erfordert.

„Chemische Kastration als Strafe gilt nicht für alle, die wegen Vergewaltigung oder sexueller Übergriffe verurteilt wurden, sondern für diejenigen, die sich auch nach der Bestrafung nicht ändern wollen“, sagte sie.

Eine weitere vom Ausschuss untersuchte Maßnahme ist die Registrierung ehemaliger Krimineller in der nationalen Datenbank, um diejenigen zu verfolgen, die dazu neigen, ein Verbrechen zu wiederholen, nachdem sie aus dem Gefängnis entlassen wurden.

Die USA haben zum Beispiel eine solche Datenbank. Die Menschen können die Datenbank auf ihre eigene Sicherheit überprüfen, was vermutlich zur Senkung der Kriminalitätsrate beigetragen hat, sagte Frau Pacharin, die einen Master-Abschluss in Kriminologie an der Sam Houston State University in Texas erworben hat.

Frau Pacharin sagte, der Ausschuss habe auch Maßnahmen zur Verbesserung des Schutzes der Rechte und der Privatsphäre von Opfern sexueller Übergriffe ergriffen. Die Opfer haben während der Berichterstattung in den Medien Anspruch auf Privatsphäre. Staatliche Stellen müssen sicherstellen, dass sie die Opfer vor den physischen und psychischen Auswirkungen von Sexualverbrechen schützen.

Quelle: Bangkok Post

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1 comment

  • Helmut
    Comment Link posted by Helmut
    Sonntag, 24 Mai 2020 11:58

    Auf jeden Fall haette eine chemische Kastration eine abschreckende Wirkung, sollte auch bei den Lehrern angewendet werden, die ihre Schueler sexuell missbrauchen.

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