Europäische Kommission hebt “gelbe Karte” gegen Thailand für die Bekämpfung der illegalen Fischerei auf

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Published in Bangkok
Donnerstag, 10 Januar 2019 00:46

Bangkok - Die Europäische Kommission hat beschlossen, Thailand aus der Gruppe der “gewarnten Länder”, die sogenannte “gelbe Karte”, als Anerkennung seiner Fortschritte bei der Bekämpfung der illegalen, nicht gemeldeten und unregulierten Fischerei (IUU), zu entfernen, heißt es in der Pressemitteilung der Kommission.

Die Kommission räumt ein, dass Thailand die Mängel in seinen Rechts - und Verwaltungssystemen für die Fischerei erfolgreich angegangen ist. Daher hebt es die seit April 2015 geltende “Gelbe Karte” auf, die eine Warnung war, dass Thailand zu dieser Zeit nicht ausreichend gegen die IUU vorgegangen ist.

Die Entscheidung kehrt den ersten Schritt eines Prozesses um, der zu einem vollständigen Importverbot für Seefischereierzeugnisse in die EU hätte führen können.

Der für Umwelt, maritime Angelegenheiten und Fischerei zuständige EU-Kommissar Karmenu Vella sagte: “Illegale, nicht gemeldete und unregulierte Fischerei schädigt die globalen Fischbestände, schadet aber auch den Menschen, die vom Meer leben, insbesondere denjenigen, die bereits von Armut bedroht sind. Ich freue mich, dass wir heute einen neuen engagierten Partner in diesem Kampf haben.”

Laut der Pressemitteilung haben die Kommission und Thailand seit der Gelben Karte einen konstruktiven Prozess der Zusammenarbeit und des Dialogs geführt. Dies hat zu einer erheblichen Verbesserung der thailändischen Fischereiverwaltung im Einklang mit den internationalen Verpflichtungen des Landes geführt.

Thailand hat seinen Rechtsrahmen für die Fischerei an das Völkerrecht des Seeverkehrs angepasst. Es hat die Einhaltung seiner Verpflichtungen als Flaggen-, Hafen-, Küsten- und Marktstaat verstärkt, klare Definitionen in seine Gesetzgebung aufgenommen und ein abschreckendes Sanktionssystem eingeführt.

Darüber hinaus wurden die Kontrollmechanismen der nationalen Fischereiflotte und die Überwachungs-und Kontrollsysteme verbessert. Dazu gehören die Fernüberwachung der Fischereitätigkeiten und ein robustes Inspektionsschema im Hafen.

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Mit diesen Maßnahmen verfügen die thailändischen Behörden jetzt über alle erforderlichen Maßnahmen, um illegale, nicht gemeldete und nicht regulierte Fischerei zu verhindern, abzuschrecken und zu beseitigen.

Thailand spielt eine zentrale Rolle in der internationalen Lieferkette für Fischereierzeugnisse. Die hoch entwickelte thailändische verarbeitende Industrie setzt auf Rohstoffe aus dem Indischen und Pazifischen Ozean.

Als Vertragspartei des Übereinkommens der Vereinten Nationen für Ernährung und Landwirtschaft für Lebensmittel und Landwirtschaft hat die Kontrolle der Anlandungen ausländischer Fischereifahrzeuge in thailändischen Häfen verstärkt und die Zusammenarbeit mit den Flaggenstaaten im indischen und pazifischen Ozean verstärkt.

Die Stärkung der Rechts- und Verwaltungssysteme der Fischerei in Thailand könnte daher einen Multiplikatoreffekt für die weltweite Nachhaltigkeit der Fischereiressourcen auslösen.

Die Kommission erkennt auch die Bemühungen Thailands an, den Menschenhandel zu bekämpfen und die Arbeitsbedingungen im Fischereisektor zu verbessern. Die Kommission und der Europäische Auswärtige Dienst sind zwar nicht Teil des bilateralen Dialogs über illegale, nicht gemeldete und unregulierte Fischerei, haben sich jedoch mit den thailändischen Behörden an die schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen und Zwangsarbeit in der Fischereiindustrie gewandt. Thailand hat vor kurzem die Konvention Nr. 188 der Internationalen Arbeitsorganisation für Arbeit in der Fischerei (C188) als erstes Land in Asien ratifiziert.

Die Kommission beglückwünscht die thailändische Regierung zu dieser Verpflichtung und ist bereit, Thailand in seinem erklärten Bestreben, ein Beispiel für die Region zu setzen, weiter zu unterstützen, nicht zuletzt durch den Arbeitsdialog EU-Thailand.

Die Kommission wird weiterhin eng mit Thailand zusammenarbeiten, um die illegale, nicht gemeldete und unregulierte Fischerei zu bekämpfen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Fischerei zu fördern.

Quelle: The Nation

Read 432 times Last modified on Donnerstag, 10 Januar 2019 10:18

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