Thai Kultur

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Published in Als Senior in Thailand
Freitag, 05 Januar 2018 13:50
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Über Thai Kultur und Lebensart sind jede Menge Bücher geschrieben worden, von vielen schlauen und ein paar weniger schlauen Leuten. Also machen wir es hier kurz, damit Sie nicht mehr Zeit mit dem theoretischen Studium als mit dem Aufenthalt in Thailand verbringen. Und hier geht es auch nicht um klassische Kultur, die können Sie vor Ort besser kennenlernen, falls Sie das interessiert. Also, die Frage ist doch: Wie verhalten sich die Thais und warum so und nicht anders, und wie habe ich mich dabei am besten zu verhalten?
Das alles beherrschendes Verhalten ist das Bemühen, das eigene Ansehen zu bewahren, also selbst nicht „Gesicht zu verlieren” und zu vermeiden, daß man andere das Gesicht verlieren läßt. Lassen Sie sich nicht einreden, daß vor allem der Buddhismus das Verhalten bestimmt, das tut er zwar auch, aber die Religion spielt beim Verhalten eine untergeordnete Rolle und ist eher wichtig für Benimmregeln und die soziale Struktur. Der Buddhismus gebietet beispielsweise, daß man nicht lügen soll, aber die Thais lügen ständig,- um ein Gesichtsverlust zu verhindern. Das meine ich nicht bösartig, sondern es bezieht sich auf sogenannte „pro-soziale Lügen”, was im Englischen als „white lies” bezeichnet wird. Das sind kleine Lügen, um keine Gefühle zu verletzen oder um eine ungute Situation zu vermeiden. Wenn Sie eine solche „white lie” erzählt bekommen, dann dürfen Sie deshalb nicht wütend werden. Akzeptieren Sie stattdessen, daß damit eine echte oder vermeintliche Peinlichkeit vermieden wurde.
Sie sollten auch ein bisschen vorsichtig sein und zuerst überlegen, was Sie sagen. Es könnte sein, daß Sie unbeabsichtigt jemanden das Gesicht verlieren lassen. Manche Umstände werden von uns nicht als Kritik gesehen, aber von den Thais schon. Und Kritik ist in Thailand etwas grundsätzlich Schlechtes.
Bevor Sie etwas Negatives sagen, machen sie sich lieber eine andere Thai Gewohnheit zu eigen: lächeln Sie einfach darüber hinweg. Etwa wenn Sie gefragt werden, ob Ihnen das Essen geschmeckt hat, Sie aber am liebsten den Mageninhalt wieder zurückgeben würden. Oder kleiden Sie Ihre Kritik in eine lustige Verpackung. Statt zu sagen, das „Som Tam“ (scharfer Papaya-Salat) war so scharf, daß es verboten und der Koch gevierteilt gehört, schneiden Sie eine Grimasse, als ob Ihr letztes Stündlein geschlagen hätte. Die Thais werden sich dabei köstlich amüsieren, aber Ihnen nie mehr so ein scharfes „Som Tam“ vorsetzen. Das hat den gleichen Effekt wie eine Kritik, aber alle haben das Gesicht gewahrt. Also: Lächeln statt fluchen,- und Sie verhalten sich nicht nur wie ein Thai, Sie gewinnen dabei auch die Achtung der Menschen um Sie herum.
Mit einer dritten Eigenart werden Sie auch häufig konfrontiert sein, speziell dann, wenn Sie etwas wissen wollen. Bevor ein Thai etwas Falsches sagt, das auf ihn zurückfallen könnte, macht er lieber einen auf dumm. Ganz nach dem alten militärischen Motto, für Dummheit kann man nicht bestraft werden. Die Thais wollen zwar auch nicht gerne als dumm da stehen, aber manchmal ist es einfach das kleinere Übel, vorzugeben, etwas nicht zu wissen, als etwas Falsches zu sagen.
Noch eine Eigenart der Thais, aber auch anderer Asiaten, ist, daß sie eine sehr feine Antenne für den Gemütszustand der jeweiligen Personen um sie herum haben. In Deutschland müssen Sie vielleicht erstmal auf den Tisch hauen, um andere darauf aufmerksam zu machen, daß Sie sauer sind. Das können Sie sich in Thailand sparen. Außerdem gilt so etwas als rüpelhaftes Verhalten. Die Thais sehen das mit einem Blick und reagieren entsprechend. Genauso können Sie kaum etwas vor Ihren näheren Bekannten geheim halten, die Leute werden sehen, daß Sie etwas auf dem Herzen haben. Oder daß es Ihnen „offensichtlich“ gerade besonders gut geht. Versuchen Sie, genauso einen Blick dafür zu entwickeln, zu erkennen, in welcher Gemütsverfassung andere um Sie herum sind,- es lohnt sich.
Eine der grundlegendsten Erfahrung, die Sie in Thailand machen werden und die Sie manchmal überraschen, manchmal verwirren wird, ist die Feststellung, daß die Thais vieles total anders machen als unsereins es erwartet hätte. Zum Teil haben wir unsere Vorstellungen, was wie genau zu tun ist, aus Deutschland mitgebracht, zum Teil wundern wir uns einfach, weil es unserer Logik widerspricht. Trotzdem mein Rat: Beobachten Sie es und genießen Sie es! Wirklich! Was populär-wissenschaftlich als „Kultur-Schock“ bezeichnet wird, ist letztlich nichts anderes als die Tatsache, daß es eben doch nicht nur die eine einzige Art gibt, etwas zu tun, wie wir sie kennen.

Typisch Thai

Was ist typisch Thai? Ein wesentlicher Punkt wurde oben angesprochen, das Bemühen, sein Gesicht, sprich Ansehen, zu wahren. Ein anderer wesentlicher Punkt entspringt der Religion, nämlich die Achtung vor dem Alter oder den Älteren. Wer älter ist, hat eher Recht, ihm wird nicht so schnell widersprochen und er steht an hervorgehobener Stelle innerhalb der Gruppe.
Die Familie ist in Thailand viel wichtiger als etwa in Europa. Die Familie gibt Sicherheit und dient als Rückzugsmöglichkeit, wenn man selbst nicht mehr mit einer Schwierigkeit fertig wird. In vielen Dingen suchen Thais Hilfe oder Ratschlag von anderen Familienmitgliedern, wenn sie sich nicht selbst trauen. Einfaches Beispiel ist die Tatsache, daß normalerweise arbeitslose Familienmitglieder in der Familie, d. h. im elterlichen Haus, eine Unterkunft und Verpflegung bekommen, bis sie wieder eine Arbeit gefunden haben. Insofern ersetzt die Familie die soziale Absicherung, die in Europa der Staat bzw. die Gemeinschaft bereitstellt. Bezeichnenderweise wird jeder Thai sämtliche, auch noch so entfernte, Familienmitglieder namentlich kennen und in welchem genauen Verwandtschaftsverhältnis er zu diesem steht. Für jedes Verwandtschaftsverhältnis gibt es auch je einen exakten Ausdruck. So heißt etwa der „Opa väterlicherseits” anders als der „Opa mütterlicherseits”, die Bezeichnung für Onkel und Tante sind auch unterschiedlich, je nachdem, ob sie direkt mit dem Vater oder der Mutter verwandt sind und da wieder, ob sie die älteren oder jüngeren Geschwister von Vater/Mutter sind. Merken Sie sich: Wenn ein Thai sich zwischen einem Freund oder Partner einerseits und seiner Familie andererseits entscheiden muß, wird er sich in den allermeisten Fällen für die Familie entscheiden,- oder für immer die Familie verlassen. Und das gilt umso mehr, wenn der Freund oder Partner ein Nicht-Thai ist. Also sollte man es tunlichst verhindern, sich die Familie des Partners zum Feind zu machen.
Sofern es um Dinge außerhalb der Familie geht, etwa Schule oder Arbeit, wird fast alles in der Gruppe gemacht. Ob gemeinsames Ausgehen oder Urlaub machen oder was auch immer, es zählt die Zugehörigkeit zur Gruppe. Das hat so häßliche Auswirkungen wie die zum Teil blutigen Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern verschiedener Berufsschulen, die immer wieder aufflammen. Da geht es nicht darum, wer Recht hat, sondern zu welcher Gruppe oder Schule man gehört. Selbst wenn man intern anderer Ansicht ist, nach außen tritt man geschlossen als Gruppe auf. Das trifft auch zu, wenn ein Ausländer Zoff mit einem Thai hat. Da wird nicht gefragt, wer im Recht ist, sondern wer Thai ist und wer kein Thai ist. Hier ist also Vorsicht angesagt, denn wer etwa im Suff anfängt, mit einem Thai Krach zu kriegen, der hat alle Thais gegen sich. Die einzige Ausnahme, die ich kenne, betrifft Diebe, die sind auch unter den Thais verhaßt.
Wie wichtig dieser Gruppenzusammenhang ist, das zeigt sich auch daran, daß etwa Schuljahrgänge oder die Klassen der Offiziersjahrgänge auch nach dem Ende der Ausbildung zusammenhalten und sich gegenseitig helfen. Wer z. B. im Militär oder bei der Polizei eine höhere Position hat, wird versuchen, andere seines „Jahrgangs“ in bessere Positionen zu bekommen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Prestige. Wer Geld hat, der zeigt das auch, ob es ein dickes Auto ist, eine prächtige Residenz oder einfach „nur” ein Designer-Hemd ist, Geld muß gezeigt werden, sonst glaubt einem keiner, daß man Geld hat. Der Besuch einer privaten Schule oder einer teuren Universität verschafft auch Prestige, einfach weil „je teurer, desto besser” gilt. An diesem Punkt sind die Thais leider sehr oberflächlich.
Daran werden Sie sich gewöhnen müssen: Im Gegensatz zu Deutschland (und allen deutschsprachigen Gegenden!) sind die Thais oft nicht darauf aus, klare Verhältnisse zu haben, sondern Dinge lieber ungesagt und in der Schwebe zu halten. Beispiel: Ein ehemaliger Chef kündigte an, nach Fertigstellung eines Projektes sei Schluss für mich. Als das Projekt fertig war, habe ich es tunlichst unterlassen, den Chef darauf nochmals anzusprechen. Das Ergebnis: Die Kündigung war wohl zurückgenommen worden. Hätte ich auf „Klärung“ bestanden, hätte ich wohl einen neuen Job suchen müssen. Oder ein anderes Beispiel: In einem Unfall sollen Sie eine Reparatur bezahlen, aber auch nach längerer Zeit meldet sich die Gegenseite nicht, um den Betrag einzufordern. Wollen Sie da wirklich nachhaken, wann Sie den Schaden (aus Ihrer eigenen Tasche?) bezahlen dürfen? Umgekehrt funktioniert das allerdings auch: Sie haben jemandem einen (hoffentlich verschmerzbaren, kleinen) Betrag Geld geliehen und ohne Ihr ständiges Drängen wird die Rückzahlung oder Ratenzahlung ganz geflissentlich vergessen... Denn wenn Sie nicht Dampf machen, dann ist es ja wohl auch nicht so dringend. Allerdings: Ermahnung bitte höflich, sonst könnte Ihr Schuldner ausrasten, denn Druck vertragen die Thais nur in kleinen Dosen. Und glauben Sie bloß nicht, dass dieses Verhalten nur auf Thais beschränkt ist: manche Ausländer, die schon länger in Thailand leben, haben sich diese Unsitte auch angewöhnt, also das sehr praktische „Vergessen“ von Schulden.
Für die Thais werden viele Dinge auf diese Art des „Vergessens“ gelöst, aber das funktioniert eben nur, wenn man auch nicht mehr daran rührt... Ohne Nachfragen kann man sein Gesicht wahren, weil man etwas vielleicht einfach „vergessen“ hat.
Eine angenehme Seite der Thais ist, daß sie gerne lachen. Das sollten Sie sich zu Nutze machen, denn wenn sie die Thais zum Lachen bringen, werden Sie dafür gemocht. Nur sollten Sie nicht so weit gehen, daß Sie sich zum Clown machen. Den Thais können Sie Sparwitze erzählen, bei denen sich in Deutschland jeder gelangweilt wegdreht, die Thais können sich selbst über solche Witze totlachen. Lustige Anekdoten, Situationskomik, egal was, die Thais lachen gerne und oft. Manchmal müssen Sie halt die Witze so adaptieren, daß sie auch verstanden werden, denn in Thailand gibt es keine Friesen und damit auch keine Friesenwitze oder dergleichen. (Wenn Sie aus Friesland kommen, gilt das entsprechend für Bayernwitze!)
Etwas, was wir können, aber die Thais nicht, ist über uns selbst zu lachen. Sich selbst „lächerlich“ zu machen widerstrebt den Thais total. Umso mehr bewundern sie uns, dass wir das können. Nur sollten Sie so etwas sehr dosiert machen, sonst schlägt das ins Gegenteil um und Sie sind für die Thais nur noch „der Depp“.

Kritik verboten

Mit einer Sache müssen Sie sich sehr schnell anfreunden, wenn Sie nicht Probleme bekommen wollen. In Thailand gilt es als unhöflich bis unerträglich, Kritik an Thailand zu äußern. Vergessen Sie nicht, daß Sie hier Gast sind und als solcher behandelt werden. Das hat eine Reihe von Vorteilen, aber auch den Nachteil, daß es den Ausländern nicht zusteht, Kritik am Gastland zu üben. Auch wenn Sie vielleicht finden, daß die politische Situation total daneben ist, daß die Regierung oder ein Amt zu dumm ist, um zwei und zwei zusammenzuzählen, daß die Reichen die Armen ausplündern... das mag ja alles zutreffen, aber egal was, sagen Sie nichts. Selbst wenn Sie zehn Mal recht haben und die Thai der gleichen Ansicht sind, es ist einfach ein Unterschied, ob Sie das sagen oder ein Thai! Denn da werden die Thais sehr nationalistisch, da haben alle Nicht-Thais den Mund zu halten und sich nicht einzumischen. Und seien Sie auch vorsichtig, was Sie anderen Ausländern gegenüber sagen. Nicht nur kann es sein, daß ein Thai in der Nähe Sie versteht, Sie haben auch keine Kontrolle darüber, was anschließend über Sie und Ihre Ansichten weitererzählt wird. Und sind wir mal ehrlich, wir würden es auch nicht gut finden, wenn sich andere in die deutsche Politik einmischen oder bestimmte Zustände in Deutschland als unsinnig oder unmöglich bezeichnen würden.
Und das werden Sie wohl schon wissen, Kritik am Königshaus und allen (!) Mitgliedern der königlichen Familie ist nicht nur verboten, sondern steht unter Strafe mit 3 bis 15 Jahren Gefängnis! Das trifft auch Ausländer, da gibt es keine Kompromisse. Auch Alkoholkonsum ist keine Entschuldigung. Und es reicht, daß jemand bei der Polizei meldet, Sie hätten so eine „lese majeste“ (Majestätsbeleidigung) begangen und Sie sind dran. Also wenn sie über das Königshaus reden, dann nur bewundernd, aber am besten lassen sie das Thema ganz außen vor. Bitte auch kein Protest, wenn für einen königlichen Konvoi ein paar Minuten lang die Straße gesperrt wird oder Sie die Fußgängerbrücke kurzzeitig nicht benutzen dürfen, bis der Konvoi vorbei ist.
Eine ganz andere Form der „Kritik“ ist die persönliche Beleidigung. Während man in europäischen Sprachen oft die Schimpfwörter als Erstes lernt, wird einem kaum ein Thai Schimpfwörter beibringen wollen. Und das ist auch ganz gut so, denn die Reaktion auf eine Beleidigung ist hier sehr viel heftiger als man sie in Europa erwarten würde. Also unterlassen Sie es unbedingt, einem Thai Ihren erhobenen Mittelfinger (auch bekannt als „Stinkefinger“) zu zeigen, dafür sind schon Leute umgebracht worden, ehrlich, das denke ich mir hier nicht aus! Englische „Fachausdrücke“, die mit „F...“ oder „A...“ anfangen werden sehr wohl verstanden, aber Sie sollten solche Ausdrücke nie in den Mund nehmen, Sie tun sich damit keinen Gefallen. Wenn Sie auf jemanden wirklich sauer sind, dann lächeln Sie die Person an und denken sich Ihren Teil. „Die Gedanken sind frei“, Sie erinnern sich? Nur sollten die Gedanken dann in Ihrem Kopf bleiben und nicht über die Lippen kommen. Der oder die Thai wird sehr wohl verstehen, was Sie von ihm oder ihr halten, aber durch Ihr Lächeln nehmen Sie dem Gegenüber die Möglichkeit, darauf aggressiv zu reagieren. Und Sie haben gewonnen...!

Der Faktor Religion

Zu etwa 95 % sind die Thais Theravada-Buddhisten, daneben gibt es noch eine Minderheit von Moslems, vor allem, aber nicht nur, im Süden, und noch viel weniger Christen. Da diese Form des Buddhismus auf die Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen abzielt, ist die Form und Intensität der Religiosität individuell verschieden. Aber man kann in vielen Dingen und Handlungen den unterschwelligen Einfluß des Buddhismus erkennen. Und generell gilt, je ärmer, desto religiöser sind die Menschen. Der Buddhismus ist dabei noch durchsetzt von ein paar animistischen Überzeugungen und das Reich der Geister ist für die Thais sehr real. So hat jedes Haus einen Schrein für den Hausgeist, aber auch in vielen anderen Dinge wohnt ein Geist. Zum Beispiel: wenn Sie durch eine Türe treten, treten Sie bitte niemals auf die Türschwelle. Nach Ansicht der Thais wohnt darin ein Geist, der es einem krumm nimmt, wenn man ihm auf den Kopf tritt. Das würden Sie ja wohl auch, oder?
Daneben gibt es noch eine ganze Reihe von Schreckgespenstern, die z. B. keinen Unterkörper haben und Vampire gelten als wirklich existierende Geister, ungeachtet der Tatsache, daß Vampire aus der osteuropäischen Kultur kommen und eigentlich erst durch Bram Stoker weltweit bekannt wurden. Die Moral für die Thais ist, daß böse Menschen böse Geister anziehen, also sollte man lieber ein guter Mensch sein...
Der Buddhismus kennt ein System, das mit den Ablaß-Zetteln des späten Mittelalters vergleichbar ist, daß man nämlich durch gute Taten, d.h. primär Spenden an das Kloster, seine bösen Taten ausgleichen kann. Das beeinflußt, in welcher Form man wiedergeboren wird. Böse Menschen kommen dann als niedere Tiere zurück, gute Menschen als Menschen, ganz gute als Mönche. Schlecht nur, wenn so ein Mensch viel Böses tut, mit dem Vorsatz, das Böse später durch gute Taten wieder auszugleichen, dann aber unerwartet zu früh stirbt.
Der Buddhismus ist – wie die gesamte Gesellschaft - männerbetont, d.h. unter anderem, daß nur Männer eine Mönchsweihe erhalten können. Es gibt Laien-Nonnen, aber sie haben keine Weihe zum Mönch erhalten. Da der Buddhismus den Mönchen alle weltlichen Gelüste verbietet, dürfen sie auch nicht von Frauen angesprochen oder gar berührt werden, das könnte besagte Gelüste wecken. Ausnahme sind weibliche Familienmitglieder oder besondere Umstände. Wenn Sie mit einem Mönch reden wollen und es ist außer einer Bekannten niemand in der Nähe oder in der Lage zu übersetzen, dann darf sie als Ihr Sprachrohr fungieren. Und obwohl diese Philosophie männerbetont ist, sind es doch die Frauen, die am eifrigsten spenden, morgens am Straßenrand, wenn die Mönche die Almosenrunde machen, aber auch bei Besuchen im Kloster, wenn um die Erfüllung eines Wunsches gebetet wird.
Wenn Sie, ob aus Interesse oder weil Sie ein Anliegen haben, ein Kloster besuchen, dann sollten Sie ordentlich gekleidet sein, den erwachsenen Möchen gegenüber ein Wai machen und vor Betreten des Hauptgebäudes die Schuhe ausziehen. Gegenüber einem Mönch zu stehen ist grob unhöflich, wenn dieser sitzt. Sollten Sie gehbehindert sein, wird man Ihnen einen Hocker oder etwas Entsprechendes besorgen, ansonsten sitzt man dem Mönch zugewandt, am besten im Schneidersitz, aber man kann auch die Beine seitlich wegstrecken, Hauptsache, die Fußsohlen zeigen nicht auf den Mönch oder eine Buddhastatue in der Nähe.

Die Siam Society

Wer sich tiefergehend für die Kultur, Sitten und die Vergangenheit Thailands bzw. Siams (vor 1932) interessiert, für den dürfte die Siam Society ein lohnenswertes Ziel sein. Voraussetzung ist aber leider, die englische Sprache zu können, denn das ist die Geschäftssprache der Siam Society. Aber die Organisation ist praktisch die nicht-thailändische wissenschaftliche Abteilung zur Erforschung von Herkunft, Politik, Sprache etc. Thailands. Zu finden ist die Siam Society im Internet unter www.siam-society.org, Teil der Society ist eine Bibliothek und ein Buchladen, die beide hochinteressante Titel haben,- wenn man sich für Thailand interessiert. Da es eine “Society” ist, sollte man anständig angezogen hingehen, nicht im Strand-Schlabber-Look… Sie können die Siam Society ohne Probleme besuchen, dort fragen oder vielleicht sich ein Buch besorgen, etc. Das Gelände ist in der Asoke Road von der Sukhumvit-/Asoke-Kreuzung nach Norden, vielleicht 300 Meter oder so auf der linken Seite zu finden.

Nächste Folge: Thai Kultur Teil 2

Read 110 times Last modified on Dienstag, 16 Oktober 2018 09:47
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