Rins übertölpelt Marquez auf der Ziellinie

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Published in Sport
Montag, 26 August 2019 11:48

HJB - Nach einem wilden Startcrash mit Dovizioso und Quartararo liefern sich Alex Rins und Marc Marquez ein packendes Duell, das der Suzuki-Pilot im Fotofinish gewinnt.

Zweites MotoGP-Fotofinish in Folge! Beim Grand Prix von Grossbritannien 2019 in Silverstone waren es diesmal Alex Rins (Suzuki) und Marc Marquez (Honda), die auf der Ziellinie nur durch einen Wimpernschlag getrennt waren.

Marquez hatte den Grossteil des 20-Runden-Rennens angeführt. Rins kam nur zweimal kurz vorbei, beschleunigte aber in der letzten Runde ausgangs der letzten Kurve besser und fing Marquez um die Winzigkeit von 0,013 Sekunden noch ab.

Es ist das zweitengste Finish seit Einführung der MotoGP-Ära in der Saison 2002. Für Rins ist es der zweite Saisonsieg 2019 nach Austin und auch der zweite seiner Karriere in der Königsklasse.

"Unglaublich! Mir fehlen die Worte", so Rins und weiter: "Ich war nah dran, einen großen Fehler zu machen. Denn zwei Runden vor Rennende dachte ich schon, es wäre die letzte. Aus diesem Grund überholte ich Marc auf der Geraden. Ich versuchte, Ruhe zu bewahren. Ich wusste, dass er im letzten Sektor schneller war als ich, aber die letzte Kurve war einfach unglaublich. Vamos!"

Marquez unterliegt erneut knapp

Marquez unterlag nach dem Fotofinish in Österreich zum zweiten Mal hintereinander denkbar knapp, hat seine WM-Führung aber auch mit P2 weiter ausgebaut: "In der letzten Kurve hatte ich Probleme am Vorderrad und musste Gas rausnehmen. Er hatte den besseren Grip und konnte mich überholen."

"Ich bin glücklich, was die WM angeht, aber nicht mit dem Rennen", bekennt der WM-Spitzenreiter. "Auf der Zielgeraden zu verlieren, ist nicht schön. Ich wusste aber, dass Rins eine grosse Chance hatte, denn ich lag das ganze Rennen über in Führung. Das beansprucht die Reifen mehr."

Vinales holt letzten Podestplatz

"Auf einer Runde habe ich das Gas zugedreht, um zu sehen, ob er pusht", so Marquez weiter. "Mein Fokus lag vor allem auf der WM und nicht auf dem Rennen. Wären die Yamahas näher gekommen, wäre ich vielleicht nur Dritter oder Vierter geworden. Ich habe all die schwierige Arbeit geleistet. Troztdem bin ich insgesamt ganz glücklich."

Dritter wurde Maverick Vinales. "Ich habe mein Bestes gegeben und auf die letzten Runden gehofft. Ich dachte, ich könnte sie noch einholen", so der Yamaha-Pilot, der einmal mehr die mangelnde Endgeschwindigkeit der M1 bemängelt: "Auf den Geraden müssen wir zurückstecken, uns fehlt der Topspeed. Trotzdem ist mir ein gutes Rennen gelungen. Ich denke, wir können uns noch steigern."

Startunfall mit Dovizioso und Quartararo

Beim Start kam Marc Marquez von der Pole-Position am besten weg. Er bog vor Valentino Rossi (Yamaha) und Alex Rins in die erste Kurve ein. Doch in eben dieser Copse Corner gab es direkt einen wilden Crash.

Der von P4 gestartete Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) rutschte am Kurvenausgang weg. Der von P7 gut weggekommene Andrea Dovizioso (Ducati) hatte keine Chance auszuweichen, fuhr auf und flog mitsamt seiner GP19 durch die Luft. Das Bike fing bei der unsanften Landung kurzzeitig Feuer.

Während Quartararo augenscheinlich unverletzt blieb, wurde "Dovi" zunächst auf einer Trage abtransportiert, zeigte aber zur Entwarnung den Daumen nach oben. Wenig später stand der Italiener bereits wieder auf eigenen Beinen, wie im TV-Bild zu sehen war. Trotzdem wurde er zur gründlichen Untersuchung noch in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

Das Rennen wurde nicht gestoppt. Marquez führte in der Anfangsphase vor Rossi und Rins. Diese drei Piloten setzten sich von der von Maverick Vinales angeführten Verfolgergruppe sofort ab. Rossi verlor die zweite Position früh an Rins. Somit lagen zwei Spanier ganz vorn, wobei sich an der Reihenfolge lange Zeit nichts änderte. Dahinter aber fand Vinales in der siebten Runde einen Weg an Teamkollege Rossi vorbei und verdrängte diesen auf den vierten Rang.

Rins zweimal kurz an Marquez vorbei - und dann auf der Ziellinie

In der neunten Runde und somit kurz vor Halbzeit gab es doch einen Führungswechsel. Rins ging ausgangs Copse Corner (Kurve 1) kurzzeitig an Marquez vorbei, verlor die Spitze aber nur wenige Kurven später auf der Hangar-Gerade wieder. Dennoch blieb der Suzuki-Pilot am Honda-Piloten dran. Derweil hatten die beiden Yamaha-Werkspiloten Vinales und Rossi eingangs der zweiten Rennhälfte bereits einen Rückstand von mehreren Sekunden.

Fünf Runden vor Schluss folgte Rins Marquez weiterhin wie ein Schatten. Eine Runde später aber unterlief dem Suzuki-Piloten in Club Corner (Kurve 9) ein Fehler. Einen Sturz konnte Rins vermeiden, aber es gingen wertvolle Zehntelsekunden verloren. Trotzdem gab er nicht auf. Zwei Runden vor Schluss hatte Rins den Anschluss an Marquez wiederhergestellt.

In der Arena-Sektion der vorletzten Runde fand Rins tatsächlich noch mal einen Weg vorbei, wurde aber wiederum kurz darauf wieder von Marquez überholt. Das Duell war noch nicht zu Ende. Eingangs der letzten Runde ging Rins auf der Start/Ziel-Gerade links neben Marquez, kam dabei aber leicht von der Strecke ab.

Den Grossteil der letzten Runde verbrachte Rins an zweiter Stelle liegend, aber ausgangs der letzten Kurve griff er nochmals an. Diesmal probierte er es rechts und das klappte. Mit besserem Grip als Marquez beschleunigte er diesen Auf dem Weg zur Ziellinie aus und siegte im Fotofinish denkbar knapp.

Crutchlow beim Heimspiel nicht in den Top 5

Gleichzeitig verpasste Marquez zum zweiten Mal in Folge seinen siebten Saisonsieg denkbar knapp. Vinales holte als Dritter den letzten Podestplatz. Rossi belegte von P2 gestartet letztlich P4. Lokalmatador Cal Crutchlow (LCR-Honda) kam bei seinem 150. MotoGP-Rennen auf dem sechsten Platz hinter Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha; 5.) und vor Jack Miller (Pramac-Ducati; 7.) ins Ziel. Die Top 10 machten Danilo Petrucci (Ducati; 8.), Pol Espargaro (KTM; 9.) und Andrea Iannone (Gresini-Aprilia; 10.) komplett.

Jorge Lorenzo (Honda) kam bei seinem Comeback nach vier verpassten Rennen abgeschlagen auf Platz 14 noch hinter Suzuki-Ersatzpilot Sylvain Guintoli (12.) und Hafizh Syahrin (Tech-3-KTM; 13.) ins Ziel. Als einziger Pilot war Lorenzo, der noch nicht wieder hundertprozentig fit ist, sowohl vorn als auch hinten mit dem Medium-Reifen unterwegs. Der Grossteil des Feldes hatte an beiden Rädern den harten Reifen drauf.

KTM-Kollision: Zarco rutscht in Oliveira

Abgesehen von den beiden direkt in der ersten Kurve gestürzten Andrea Dovizioso und Fabio Quartararo gingen auch Johann Zarco (KTM) und sein möglicher Nachfolger Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) zu Boden. Die beiden kollidierten bei einer Kollision zu Rennmitte, wobei es Zarco war, dem in der Arena-Sektion der Strecke innen neben Oliveira das Bike weggerutscht war.

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