Nach ersten WM-Punkten: Was geht für Alex Albon?

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Published in Sport
Mittwoch, 24 April 2019 11:05

Platz 9 in Bahrain und Rang 10 in China - es läuft für einen der Neulinge in der Formel 1. Während der Fokus vieler Fans vor allem den langfristig favorisierten Lando Norris und George Russell galt, zeigte Alexander Albon einen starken Einstand und hat bereits drei WM-Punkte auf dem Konto. Bevor es zum Großen Preis von Aserbaidschan geht, liegt der Thailänder damit bereits vor seinem deutlich erfahreneren Teamkollegen Daniil Kvyat. Was ist in der Saison 2019 noch von Albon und Toro Rosso zu erwarten?

In der Theorie acht stärkere Teams als Toro Rosso

Drei Punkte von Alexander Albon waren zu einem so frühen Saisonzeitpunkt nicht zu erwarten gewesen. Entsprechend groß war die Freude des Thailänders, der mit einem neunten Platz in Sakhir und Platz zehn in Shanghai unter die Punkteränge fuhr. Insbesondere die Leistung beim Großen Preis von China sorgte bei seinem Teamchef Franz Tost für große Begeisterung. Nach einem Unfall im dritten Training mussten die Mechaniker in Zusatzschichten über Nacht erst einen Totalschaden reparieren, ehe Albon am Sonntag doch an den Start gehen konnte. Aus der Boxengasse waren die Aussichten nicht allzu rosig, doch sein souveräner Fahrstil gepaart mit einer erfolgreichen Ein-Stopp-Strategie sorgten letztlich für einen unerwarteten WM-Punkt. „In unseren Besprechungen wussten wir, dass wir gut waren, aber waren wir wirklich so gut?", fragte Albon nach dem Rennen schelmisch. Am Ende des Tages konnte sich Albon nicht nur über das Resultat und viel Lob im Team freuen. Die Fans kührten ihn zusätzlich zum „Fahrer des Tages".

In der Theorie konnte niemand erwarten, dass sich Albon regelmäßig in die Punkteränge hineinschieben würde, doch das Auto scheint besser zu funktionieren als angenommen. Insgesamt steht man dennoch auf dem vorletzten Platz in der Konstrukteurs-WM, acht Teams stehen nach drei Rennen besser da. Der offensichtliche Favorit in den Betway Sport Wetten ist derzeit Mercedes mit einer Quote von 1,25 (Stand 22. April). Es folgen Ferrari und Red Bull, während kein anderer Rennstall auch nur annähernd mithalten kann. Doch nicht nur Ferrari erlebte beim Großen Preis von China ein Debakel, gleiches galt mit McLaren auch für einen der Hauptkonkurrenten von Toro Rosso. Vor der Saison waren die Nachrichten überraschend positiv, ehe in Melbourne gleich eine Nullrunde folgte. Lediglich der sechste Platz von Lando Norris in Bahrain bedeutete bislang Punkte, während der spanische Neuzugang Carlos Sainz Jr. bislang noch nicht in die Top-10 fahren konnte. Racing Point und Haas F1 sind die anderen Konkurrenten, die es zu überholen gilt, um einen möglichst guten Mittelfeldplatz zu erreichen. So war es vorteilhaft, dass sich Albon Romain Grosjean in Haas-Diensten am Ende in Shanghai vom Leib halten konnte und ihn um eine Sekunde schlug.

Sammeln von Erfahrung Hauptaufgabe von Albon

Der Saisonstart war ein positiver, was jedoch nichts für das restliche Jahr heißen muss. Alex Albon ist ganz eindeutig ein talentierter Rennfahrer, doch vor allem zwei der nächsten drei Rennen haben es in sich. Die Stadtrennen von Baku und Monte Carlo fordern Jahr für Jahr ihre Opfer in den engen Kurven und nahe an die Strecken gebauten Banden. Hier zeigt sich vor allem bei den Neulingen, wer wirklich bereits reif für die Königsklasse ist und vielleicht wie Charles Leclerc 2018 überraschen kann. Für Albon zählt es in den kommenden Grand Prix deshalb vor allem, wertvolle Erfahrung zu sammeln. Dennoch ist der in London geborene Thailänder auf den Geschmack gekommen und wird auf der Jagd nach WM-Punkten schon ab dem 1001. Formel 1 Rennen der Geschichte in Aserbaidschan alles geben. Der größte Konkurrent in der Weltmeisterschaft 2019 sollte dabei weder ein Fahrer von McLaren noch Haas sein. Vielmehr möchte Albon wie in der laufenden Saison vor allem seinen russischen Teamkollegen Kvyat hinter sich lassen.

Auf lange Sicht sieht der Traum von Alex Albon einen Heim-Grand-Prix vor. Nach langen Spekulationen in den vergangenen Jahren scheint dieser Traum jedoch nicht allzu bald Realität zu werden. Der Buriram International Circuit, ein Rennkurs von Designer Hermann Tilke, wurde 2014 eröffnet, wird allerdings keinen Grand Prix austragen, da die nötige Zertifizierung in Kategorie 1 fehlt. Der Strecken-Finanzier hält es für keine gute Idee, einen Grand Prix in einer Nation auszutragen, in der keine große Affinität zur Formel 1 besteht. Durch die Präsenz und die ersten Erfolge von Albon könnte sich die Situation nun grundlegend ändern. Die Zukunft wird zeigen, wohin der F1-Zirkus weiterzieht.

 

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